Rosa schlief immer noch fest auf dem Sofa. Er ging zur Tür, öffnete sie. Vor der Tür stand ein Polizist und leuchtete ihm mit einer Taschenlampe ins Gesicht. Überzeugt, dass er Probleme wegen seiner beiden Chicas gäbe, machte er sich schon auf alles Mögliche gefasst und überlegte, wie er den Vorwurf der Prostitution aus der Welt schaffen könnte. Aber der Polizist wollte etwas ganz anderes, vielleicht wusste er gar nichts von den Mädchen. Er sagte, beim Vorbeifahren, habe er festgestellt, dass eine Scheibe des Mietautos aufgebrochen und die Antenne abgebrochen war. Er solle zum Auto gehen und feststellen, ob etwas gestohlen worden war, forderte er ihn auf. Nach einer kurzen Durchsicht verneinte er und beteuerte, er habe alles Wichtige mit in das Haus genommen. Das sei sehr gut, sagte der Polizist, das sei genau das richtige Verhalten, er solle aber den Schaden unbedingt am nächsten Morgen auf der Dienststelle in der Stadt melden, sonst bekäme er Probleme mit der Autovermietung. Dann verabschiedete er sich herzlich, auch Polizisten sind Menschen, und verschwand lautstark auf seinem Motorrad im Dunkel der Nacht. Nun war er wach, während die beiden Mädchen noch immer tief schliefen. Die Landeskinder hier haben einen gesunden Schlaf, die würden nicht einmal merken, wenn die Welt untergeht, dachte er.
Doch als er sich wieder neben Ima legen wollte, spürte er auf einmal ein leichtes Rumoren in seinen Gedärmen, ein Rumpeln und Pumpeln, das rasch immer heftiger wurde, dazu kam noch ein stechender Schmerz. Es war bestimmt der verdammte Fisch, dieser Fisch, der ihm gleich suspekt gewesen war und den er lieber hätte stehen lassen sollen, statt zweimal am Tag Fisch zu essen. Dieses Schuppentier wollte ihn so rasch wie möglich wieder zu verlassen, auf beiden natürlichen Wegen, oben und unten.
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