Da gab es schöne und unheimliche Gesichter, verzerrte Fratzen, Masken mit Schlitzaugen, dann wieder Tiere wie Mammuts, Büffel, Löwen oder Wildpferde, die den bekannten Steinzeithöhlen ähnelten. Dann wiederum sah man Buchstaben und Zahlen und seltsame, unerklärliche Zeichen oder auch nur geschickt gesetzte einzelne Farbtupfer. Das Ensemble der Formen und Farben übte jedenfalls einen eigenartigen Reiz auf sie aus und er griff ganz automatisch zu seiner Kamera und fing an, die Wunderwelt und auch viele Einzelheiten festzuhalten.
Es war Ima, das verkannte Fotomodell, das ihn auf die Idee brachte, den menschlichen Körper in die Geschichte der Steine einzubinden. Sie hatte sich, heute wieder in den sexy Hotpants, auf einen Stein gestellt und blickte elegisch nach oben, zu einem der Löcher, aus dem ein paar Sonnenstrahlen traten und ihr Gesicht punktuell erhellten, der Rest des Körpers blieb im Dunkeln. Er war begeistert und bat die Beiden, in der Höhle zu posieren, weitere Stellungen einzunehmen und ihre Körper möglichst fotogen zu präsentieren. Es machte ihnen sichtlich großen Spaß und sie waren eifrig bei der Sache. Ima legte als Erste und ohne eine Aufforderung von seiner Seite, erst ihr Hemdchen, dann die Hotpants und schließlich auch noch ihren Slip ab. Die nackte Ima, ganz ohne störende Kleider, eine schlanke, dunkle, wunderschöne Frau in dieser Märchenwelt, das machte ihn fast verrückt, nicht aus Geilheit, nein, diesmal nicht, sondern weil die Bilder so phantastisch, so einmalig waren. Rosa merkte, dass sie als Modell gegen ihre Freundin keine Chance hatte, machte erst gar nicht den Versuch, sich auch auszuziehen und zog sich, ein wenig schmollend, ein wenig beleidigt, von den Schauplätzen des Shootings zurück. Da sie nun unterbeschäftigt war, ging sie an den Seiten der Halle auf Entdeckungsreise und tatsächlich, fand sie in einer kleinen Grotte etwas Bemerkenswertes, einen kleinen Teich mit richtig kaltem, herrlich frischem Wasser.
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