Die anderen, die es auch noch gäbe, seien um diese Zeit geschlossen, nachts würden die Menschen hier nicht essen gehen, warum sollte man auf Gäste warten, wenn die ohnehin nicht kämen. Aber, so der junge Mann weiter, er habe einen Vorschlag, sie könnten doch zu ihm kommen. Er habe eine Wohnung, lebe allein, habe eine Küche und wisse, wo man jetzt noch etwas Gutes kaufen könne. Wieder einmal war das Glück auf ihrer Seite, dachte er, während die Mädchen den jungen Mann mit Fragen löcherten. Alles klar, sage dann Rosa, der Typ sei ok und was er vorschlage sei in Ordnung. Und, fügte sie hinzu, sie könnten sogar bei ihm übernachten, zwar illegal, aber er brauche Geld und habe Platz für drei, es sei kein Problem. Ima nickte bestätigend, der junge Mann grinste. Sie fuhren ein paar Straßen weiter, der junge Mann wollte etwas Geld für seine Einkäufe und sie sollten hier warten, er käme gleich wieder. Er verschwand in einem Haus und blieb dann lange weg, für einen kurzen Einkauf zu lange. Er hatte wohl bekommen, was er wollte und jetzt waren sie Dummen und die Suche ging weiter, mutmaßte er, aber die Mädchen beruhigten ihn. Und dann kam er wieder, einen Sack über der Schulter und lachte.
Seine Wohnung war klein und unaufgeräumt. Er habe nicht mit Besuch gerechnet, erklärte er entschuldigend. Das mache nichts, erwiderten die Mädchen unisono, sie sei sehr schnuckelig. Dann fingen sie gemeinsam an, das Essen vorzubereiten. Es gab fetten Schweinebauch, Bohnen und Reis, dazu Bier, leider waren die Dosen warm und mussten erst in den Kühlschrank. Wasser wurde in zwei Töpfen erhitzt und Öl in einer schweren Pfanne. Als Bohnen und Reis fast gar waren, wurde der in Scheiben geschnittene Schweinebauch ein wenig gesalzen und auf die Pfanne gelegt. Dann saßen sie am Küchentisch und begannen mit dem Abendessen. Ihm schmeckte es nicht, es war fad und außer Salz hatte der junge Mann nichts an Gewürzen im Haus.
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