Sie merkte sehr wohl, wie nervös er bei dem wurde, was sie tat, und ging nun zum letzten Angriff über. Er solle da vorne, ja dort, nach rechts abbiegen, ja in die Nebenstraße, sie müsse mal und zwar ganz dringend. Er tat es und bog ab und fuhr noch ein Stückchen weiter, bis er schließlich anhielt. Es war kein Mensch weit und breit und auch kein Verkehr mehr.
Das Mädchen öffnete die Tür, stieg aus und hockte sich hin, ohne die Tür zu schließen. Während sie tat, was sie so dringend tun musste, schaute sie ihn amüsiert an, denn er versuchte angestrengt wegzuschauen, konnte aber seinen Blick dennoch nicht von ihr abwenden. Sie hatte sich in voller Absicht so hingehockt, dass er sie gut beobachten konnte. Als sie fertig war, stieg sie jedoch nicht wieder in das Auto, vielmehr machte sie ihm klar, er solle auch aussteigen. Weniger mit Worten als mit eindeutigen Handzeichen meinte sie dann, er könne sie nehmen, sie ficken, sie brauche Geld und sei reich, weil alle Touristen reich seien, dann lachte sie, weil er nicht gleich ihre Absicht verstand, und wiederholte ihre Aufforderung.
Was sollte er tun in dieser unerwarteten Situation? Sie stehen lassen und weiterfahren? Sie auffordern, wieder in das Auto zu kommen und dann weiterfahren? Oder doch aussteigen, sie aber nur anschauen und ihr dann etwas Geld geben? Oder sollte er doch tun, was sie anscheinend wollte? Er hatte allerdings Zweifel hinsichtlich ihres Alters, vielleicht war sie noch minderjährig. Jedenfalls ließ sich ihr Alter nur schwer abschätzen und fragen hätte nichts genützt, denn die Wahrheit hätte sie ihm ohnehin nicht gesagt. Sie war jedenfalls alt genug, um zu wissen, was sie wollte, und wohl auch klug genug, um zu wissen, was sie tat. Außerdem gab es keinen Menschen weit und breit und demnach auch keinen Zeugen, wenn er es tat.
Eine Spritztour
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