Eine wundersame Weihnachtsgeschichte

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Eine wundersame Weihnachtsgeschichte

Eine wundersame Weihnachtsgeschichte

Sven Solge

Immer häufiger verweigerte sie sich mir und bemühte sich auch bald nicht mehr, ihr Verhältnis geheim zu halten. Das war dann das Ende. Wir sind zum Glück ohne Streit auseinander gegangen. Sie hat den neuen Freund dann auch geheiratet! Von ihrer Schwester, zu der ich noch lockeren Kontakt habe, habe ich gehört, dass die Ehe auch kriselt.

-*-

Anne und Matthias saßen noch fast bis zum Mittag zusammen und erzählten sich aus ihrem Leben.
Zum Essen bestellte Matthias was beim Chinesen, wovon Anne derart begeistert war, dass sie das jetzt öfter bestellen wollte.
Bevor Matthias sich verabschiedete tauschten sie noch die Telefonnummern aus. Anne hatte sogar ein modernes Smartphone, sodass es für sie kein Problem war auch per WhatsApp zu schreiben.
Das Schneetreiben hatte aufgehört und die Fußwege waren geräumt, als Matthias sich auf den Weg zu seiner Wohnung machte. Sie hatten sich für den Heiligenabend verabredet und wollten den Abend zusammen verbringen.
Matthias räumte die Sachen weg, die von seinem Einkauf noch übrig geblieben waren. Dann zog er sich aus und Duschte, es war doch ein langer Tag gewesen und das warme Wasser tat ihm gut.
Kurz nach zwanzig Uhr summte plötzlich sein Handy, eine Nachricht von Anne:
„Lieber Matthias,
danke für Deine liebevolle Betreuung, Du hast meine Lebensgeister wieder geweckt. Ist es sehr vermessen, Dich zu bitten noch mal rüber zu kommen und die Nacht bei mir zu verbringen? Ich fühle mich so unglaublich wohl in Deiner Nähe!
Ich hoffe Du verzeihst mir diesen anmaßenden Wunsch?
Anne
Matthias tippte nur zwei Worte in sein Handy: „Ich komme!“
Als er klingelte, erklang sofort der Summer und kaum hatte er die fünf Stufen bis zum Erdgeschoß überwunden, öffnete sich die Tür und Anne, in einem leichten Morgenmantel gekleidet, lächelte ihm entgegen.
Matthias hatte seinen Blick auf ihre grünen Augen gerichtet und trat nun ganz dicht an sie heran, legte ihr beide Hände an die Wangen und küsste sie zärtlich. Nur sehr kurz, aber trotzdem spürte er wie Anne leicht einknickte.
Er schaute sie an, doch Anne hatte ihre Augen noch geschlossen und sie öffnete sie auch nicht. Wieder beugte sich Matthias zu ihren Lippen und berührte sie erneut. Doch dieses Mal schlang Anne ihre Arme um ihn und erwiderte seinen Kuss.
Erst als weiter oben im Haus eine Tür zugeschlagen wurde, wurde ihnen Bewusst, dass die Wohnungstür noch auf war. Sie hatten alles um sich herum vergessen.
Sie brauchten keine Worte, wussten genau was jetzt folgen würde.
Und als Matthias langsam seine Hand zwischen ihre Beine schob, als sie im Bett lagen und anfing ihre Mitte zu streicheln, flüsterte sie leise, sodass Matthias es nicht hören konnte:
„Danke Maik!“

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Vielen

schreibt UHS_1960

Vielen dank für eine weitere gefühlvolle Geschichte von Dir. Ein frohes Weihnachtsfest und viel Gesundheit im neuen Jahr im voraus.

Gedichte auf den Leib geschrieben