Der Kühlschrank gähnte vor Leere und roch unangenehm, sodass Matthias ihn erst einmal sauber machen wollte.
Er zog seine Winterjacke und seine Stiefel aus und als er die Jacke an die Garderobe auf dem Flur gehängt hatte, entdeckte er die Tür zum Bad.
Auch hier etwas Unordnung, schmutzige Wäsche von Anne lag auf dem Fußboden. Er räumte die Wäsche in den Korb unter dem Waschbecken, und nachdem er geprüft hatte, ob es warmes Wasser gab, ließ er Wasser in die Wanne laufen. Im Spiegelschrank fand er Duschgel und gab davon etwas in das Wasser, bis sich Schaum bildete.
Nachdem genug Wasser in der Wanne war, stellte er den Zulauf ab und ging zu Anne ins Wohnzimmer und um sie zu holen.
Doch sie hatte die Decke fest um sich gezogen und hielt die Augen geschlossen. Sie schien eingeschlafen zu sein.
Er kniete sich, wie vor kurzem erst, wieder vor ihr hin und betrachtete ihr eingefallenes Gesicht. Es war erschreckend, was so ein Verlust mit einem Menschen machen konnte. Sie war immer noch schön, nur etwas hager geworden. Ihre rechte Hand, mit der sie die Decke vor der Brust hielt, war schmal und ihre langen Finger machten auf Matthias einen graziösen Eindruck.
„Anne?“, sagte er leise und berührte vorsichtig ihr Knie.
Erschrocken öffnete sie ihre Augen und Matthias erkannte erst jetzt, was sie für wunderschöne, grüne Augen hatte.
„Matthias?“, sagte sie fragend und Matthias wunderte sich, dass sie seinen Namen behalten hatte.
„Ja, ich bin es! Ich habe dir Wasser in die Wanne gelassen, möchtest du nicht etwas Baden? Das wird dir sicherlich gut tun!“
Er erhob sich und zog sie mit hoch. Was sie etwas widerstrebend mit sich machen ließ. Im Bad fragte er: „Kannst du dich alleine ausziehen?“
Sie schaute ihn etwas empört an: „Natürlich kann ich mich alleine ausziehen!“, und begann ihr Kleid aufzuknöpfen.
Jetzt wurde es Zeit für Matthias das Bad zu verlassen. „Wenn du Hilfe brauchst einfach Matthias rufen!“
Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Vielen
schreibt UHS_1960