Bei dem Anblick wurde ihm ganz warm ums Herz.
Während Anne den Bademantel mit dem Gürtel verschloss, rubbelte Matthias über ihren Rücken, um ihn trocken zu reiben. Ihren Po ließ er dabei allerdings aus.
„Hast du Hunger? Ich wollte dir gerade ein paar Spiegeleier braten, magst du Spiegeleier?“
Anne drehte sich zu ihm um und blickte ihn mit ihren grünen Augen traurig an: „Ich habe keine Eier.“
„Aber ich!“, sagte Matthias. „Ich denke, dass du schon lange Zeit nichts mehr richtiges gegessen hast, du hast sehr abgenommen!“
„Wozu soll ich essen, wenn mir das Liebste genommen wurde? Ohne Maik hat das Leben für mich keinen Sinn.“
Matthias war erschüttert über ihre Aussage, hatte aber schon so etwas vermutet.
Sie schwiegen eine Weile, doch dann sagte Matthias zu ihr: „Dein Maik hat dich doch geliebt, oder?“
Anne schaute ihn mit glänzenden Augen an: „Ja, sehr!“ Sie zögerte etwas und Matthias merkte an ihrem Blick, dass sie in Erinnerungen schwelgte. „Er hat immer gesagt, ich wäre sein Herz und ohne sein Herz könne er nicht leben! Aber nun ist er so weit weg und ich kann nicht bei ihm sein!“ Die Traurigkeit in ihrer Stimme rührte Matthias und er musste den Kloß in seinem Hals erst Mal runter schlucken.
„Aber wenn Maik dich geliebt hat, meinst du er hätte gewollt, dass du aufhörst zu essen? Du triffst doch Maik irgendwann wieder und wenn du so abgemagert bist wie jetzt, erkennt er dich wahrscheinlich gar nicht wieder. Du solltest schon die schöne Frau sein, in die er sich damals verliebt hat, damit er dich auch wiedererkennt.“
„Komm, trockne dir mal die Beine ab und dann komm in die Küche.“ Er reichte ihr ein Handtuch, welches am Waschbecken hing und ließ sie dann allein.
In der Küche suchte er erst mal eine Pfanne für die Spiegeleier und nachdem er die auf dem Herd erhitzt hatte legte er ein paar Scheiben Mettwurst rein, die er eigentlich für sich gekauft hatte und briet die ein wenig an.
Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Vielen
schreibt UHS_1960