Matthias zögerte etwas, sagte dann aber: „Warum nicht, dann brauche ich drüben nicht alleine zu essen.“
Er legte noch zwei Scheiben Mettwurst in die Pfanne, die sofort an zu brutzeln fingen, da die Pfanne noch heiß war. Schlug zwei Eier drüber und legte dann ebenfalls eine Scheibe Käse drauf. Holte noch einen Teller aus dem Schrank, sowie Messer und Gabel und als alles fertig war, setzte er sich mit an ihren Tisch.
„Wann ist Maik verstorben?“, fragte er und hätte sich am liebsten selbst geohrfeigt, weil er sie an ihren Verlust erinnerte.
Doch Anne schien es nichts auszumachen, denn nachdem sie noch einen Schluck von ihrem Tee getrunken hatte, den Becher wieder auf den Tisch stellte und ihre Hände zum Wärmen darum schloss, erwiderte sie seine Frage ohne Pathos: „Vor vierzehn Monaten. Er muss fürchterliche Schmerzen gehabt haben, aber hat mir nichts davon erzählt. Erst als die Schmerzen für ihn unerträglich wurden, hat er es mir gebeichtet. Doch die Operation kam viel zu spät, weil die Metastasen schon im ganzen Körper verteilt waren.“
Matthias schien es so, als wenn Anne froh war, mit jemanden darüber zu reden. Sie rührte mit dem Löffel gedankenverloren in ihrem Tee und legte dann den Teelöffel weg, ließ aber ihre Hand auf dem Tisch liegen.
Als Matthias jetzt seine Hand auf ihre legte und sagte: „Es tut mir so unglaublich leid für euch beide, ihr wart so ein verliebtes Paar und ich habe euch oft bewundert, wie liebevoll ihr miteinander umgegangen seid.“
Da schaute sie ihn überrascht an: „Du hast uns beobachtet?“
Matthias zuckte mit den Schultern: „Das ließ sich nicht vermeiden, du weißt ja, wo ich wohne! Ich hätte was darum gegeben auch so eine wundervolle Partnerschaft zu haben, was mir leider nicht vergönnt war.“
„Du warst verheiratet? Das wusste ich ja gar nicht?“ Sie schien etwas irritiert zu sein.
Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Eine wundersame Weihnachtsgeschichte
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Vielen
schreibt UHS_1960