So traben Frau Dr. Schmidt und ich wenig später gemütlich nebeneinanderher über die Felder. Wir müssen es langsam angehen lassen, denn Kleopatra soll nach ihrer Verletzung noch geschont werden. Die ganze Zeit über unterhalten wir uns über eher belanglose Dinge, Smalltalk eben. Doch ich merke Silkes Unsicherheit, denn sie fragt sich mit Sicherheit immer wieder, ob ich wirklich mit ihr vögeln will, oder es vorhin im Stall nur ein dummer Scherz war. In mich hineinlächelnd, lasse ich sie in ihrer Unsicherheit, schließlich erhöht es die Spannung, zumal sie sich nicht traut, das Thema anzusprechen.
Unser Ziel, das Blockhaus, gehört zum Gestüt. Der größte Teil besteht aus einem geräumigen Gastraum mit Tresen. In den Nebenräumen sind die Toiletten, das kleine Lager und die ebenso kleine Küche untergebracht. Außerdem gibt es eine große Terrasse und ausreichend Möglichkeiten, Pferde zu versorgen und anzubinden. Kein Wunder, dass hier im Sommer oft Grillfeste oder ähnliche Veranstaltungen stattfinden. Es ist ein herrlicher, abgelegener Ort. Was nur wenige wissen, ist, dass es ganz hinten, vom kurzen Flur aus zugänglich, einen kleinen Raum gibt, in dem zwei Betten, oder besser gesagt, zwei stabile Pritschen stehen. Ursprünglich war der Raum dafür gedacht, dass jemand von den Angestellten hier nach einer Feier notfalls übernachten kann, doch genutzt wird das meines Wissens eher selten. Trotzdem sind die Betten frisch bezogen, denn es ist alles für den sommerlichen Betrieb vorbereitet.
Natürlich versorgen Frau Dr. Schmidt und ich erst einmal die Pferde, als wir die Hütte erreichen. Im Gastraum ist es dämmrig, denn die Fensterläden sind geschlossen, und durch die Spalten dringt nur wenig Licht. Trotzdem verzichte ich darauf, die Lampen einzuschalten, nachdem ich die Tür hinter uns abgeschlossen habe.
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