Sie wollten mich mit ein paar Euronen abspeisen und mir die Kleine an meiner Seite wegvögeln. Das Fatale war, dass sich mein Mädchen und die beiden Typen zu kennen schienen. War das, was ich da gerade erlebte, eine organisierte Verbrechermasche, das Mädchen, Julie, nur der Lockvogel? Es wäre mir egal gewesen, einmal im Leben einen Lockvogel zu vögeln, ich bin, je älter, je weniger wählerisch. „Allons-y“, sagte der eine der beiden gebieterisch – beide Typen stellten sich mir noch nicht einmal vor. Das „Allons-y“ galt anscheinend mir. Dann erst sah ich das Messer. Mir blieb also nichts, als zu bezahlen und die knarrende Treppe zu meinem Zimmer, das dieser Bezeichnung kaum gerecht wurde, hochzugehen, die beiden Typen und Julie im Rücken.
Mit öligem Grinsen legte der ältere der beiden ein paar Scheine auf den kleinen Resopaltisch vor meinem Bett, die einzige Ablagefläche. „Tu la nous vends?“ „Verkaufst Du sie uns?“. Anscheinend ging es da um ein geiles Rollenspiel, und Julie setzte sich zur Wehr. „Je... ne... veux... pas, Jacques“, sagte sie bestimmt, aber für meine Begriffe dann doch ein bisschen zu gekünstelt. „Déshabille-la, Aren“, sagte Jacques zu seinem Komplizen und hielt Julie fest. Routiniert und ruhig ging Aren auf die wehrlose Julie zu, knöpfte ihr Kleid auf und schob ihren Slip über Hintern, Oberschenkel bis hinunter zu den Knien. „Ah... quelle fente“, sagte er geniesserisch. „Was für eine Fotze“. Während Julie sich auf mein Bett setzte, förderte Jaques ein paar dicke Schnüre zutage, stürzte sich auf mich und fesselte mich ans Tischbein. Dann zog er seine linke Socke aus und knebelte mich damit. Der säuerliche Gestank brachte mich fast um, gleichzeitig wurde ich Augenzeuge von Arens Spiel an der mittlerweile splitternackten Julie. Das also war französische Liebe! Die beiden küssten sich endlos und waren offenbar sehr gut miteinander vertraut.
Einfach... weggevögelt
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Einfach... weggevögelt
Die Geschichte entstand in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskollegen Janno von Anita Isiris. Welche Stellen der Phantasie und welche der Realität entstammen, muss jeder Leser für sich selbst herausfinden.
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