Und Daniel ergänzte: »Das wird aus Algen und Tang gewonnen und ist für die Haut völlig unbedenklich. Der Zahnarzt nimmt es zur Anfertigung von Gebissabdrücken. Auch ich muss jetzt erst einmal weitermachen, weil der Alginatabdruck gleich weiterverarbeitet werden muss.«
Vorsichtig löste er den hart gewordenen Abdruck von Claudias Körper und trug ihn zum Arbeitstisch hinüber. Claudia blieb mit offener und trotz der Hantierungen immer noch erregten Vulva allein zurück, denn Uta wollte ihrem Schüler helfen.
Der hatte die Negativform auf einen Haufen mit feinem Sand gelegt, so dass er von unten in seiner Wölbung gestützt war. Dann pinselte er – wie vorher von Uta erklärt – den Negativabdruck mit einem Brei aus Modellgips ein. Erst dünn, dann immer dicker. Zwischendurch stülpte er einen bereitgestellten quadratischen Blechrahmen über den Abdruck. Mit einem scharfen Messer wurden die überstehenden Ränder der Alginatmasse und der Gipsbinden abgetrennt. Den Metallrahmen füllte der Praktikant mit weiterem Gipsbrei auf und strich die Oberfläche glatt. Die würde dann die Unterseite des fertigen Modells ergeben und auf ein Brettchen montiert werden.
»So, jetzt muss alles trocknen. Da können wir dich befreien.« Daniel ging wieder zu Claudia hinüber, die nicht nur das Gefühl hatte, völlig offen und einladend dazuliegen. Bei diesem Anblick wurde auch Daniel diese Situation wieder voll bewusst. Bis eben war er in seiner künstlerischen Arbeit voll gefangen gewesen. Nun aber lag vor ihm ein Mädchen, das bis vor Kurzem immer eine seiner stets bereiten Geliebten war.
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