Je länger er redete, um so skeptischer und ungläubiger schaute ihn der Wirt an und als er fertig war, fragte er, ob er nach Osten - die Sonne im Rücken - oder nach Westen - die Sonne im Gesicht - gegangen sei. Nach Osten? Sei er sich da ganz sicher? Dort sei zwar ein Berg und ein Weg führe hinauf, ganz so, wie er es beschrieben habe und es gebe auch eine Lichtung auf dem Gipfel, aber kein Haus, dort wohne niemand. Und, so fügte er besorgt hinzu, was er überhaupt nicht verstehen könne, von dort oben habe man bestimmt keinen Blick auf den Park, der sei von dort gar nicht zu sehen, er läge in westlicher Richtung. Ungläubig und geschockt nahm er die Worte des Wirts zur Kenntnis. Aß dann ohne Appetit, trank wieder süße Limonade und verbrachte eine schlaflose, quälend lange Nacht.
Früh am nächsten Morgen machte er sich trotzdem noch einmal auf den bekannten Weg, unruhig, gespannt, voller Zweifel, ohne einen Blick für die Blumen, ohne die ihn umschwirrenden Insekten zu beachten. Er ging zügig bis zum Fuß des Berges, betrat den lichten Wald, stieg dann, wieder mit einiger Anstrengung, den steilen Teil des Weges hoch und kam, wie erwartet, zu der Lichtung. Es war zweifelsohne dieselbe Lichtung, die, die er schon am Vorabend betreten hatte, aber sie war dennoch völlig anders. Vor ihm lag keine Terrasse, kein Steilabfall bot ihm einen weiten Blick auf eine Märchenlandschaft. Es war nur eine baumlose Stelle in einem Wald, eine ganz gewöhnliche Lichtung, die mit hohem, trockenen Gras bewachsen und rundum von Bäumen umgeben war. An der selben etwas abgelegenen, schwer einsehbaren Stelle erkannte er die charakteristische Baumgruppe wieder, deren Äste einen Schirm bildeten und darunter auch die hohe Hecke. Von einem Dach jedoch keine Spur. Er ging zu der Hecke und stellte fest, dass es eine ausgedehnte Ansammlung von Büschen war. Sie umgaben keinen freien Platz, keinen Hof, in dem ein Haus hätte stehen können.
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