Ein Saunaerlebnis

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Ein Saunaerlebnis

Ein Saunaerlebnis

Lars Koch

Meine Augen hielt ich geschlossen, atmete tief den Geruch von Rosmarien und ätherischen Ölen ein und wischte ab und zu mit meiner Hand über mein Gesicht um den Schweiß nicht in die Augen zu bekommen. Ich war völlig entspannt.
Ich liebte es zu Saunen. Ich ging meistens zu einer Zeit, bei der ich fast alleine war. So musste ich mir keine Gespräche über irgendwelche Nichtigkeiten anhören. Nur manchmal verirrte sich jemand um dann aber ziemlich schnell wieder zu gehen, da es einfach zu heiß oder zu ruhig oder einfach zu langweilig war. Mir war es nur recht.
Es war ein entspannendes Gefühl, zu spüren, wenn die Schweißperlen über den ganzen Körper ihre Bahnen zogen. Ich hatte dann immer das gute Gefühl, das der ganze Dreck der Stadt und der Stress im Beruf aus einem heraus quoll.

Nach fast einer halben Stunde stand ich auf, denn dann wurde es auch mir zu heiß, ich schloss die Saunatür hinter mir. Dann hängte ich mir locker das große Handtuch um und ging in den Garten, der extra für die Saunenden angelegt war. An einigen Stellen standen Bänke zum ausruhen - die ich allerdings nie benutzte. Ich ging langsam, die kühle Abendluft einatmend über den Weg und genoss die Stille. Danach ging ich wieder hinein um mich mit einem Schlauch aus dem eiskaltes Wasser kam, abzuduschen.
Nach dem ersten von drei Saunengängen ging ich immer gleich wieder in die Schwitzekammer da es sehr erfrischend war, wenn der nasse Körper in der Hitze trocknet.
So liege ich wieder auf meinem Handtuch und sauge die ätherischen Öle in mich auf, als ich nach einer Weile die Saunatür höre, wie sie auf und wieder zu gemacht wurde. Ich interessierte mich nicht, wer es war, denn ich wollte nur meine Ruhe.
Ich hörte, wie die Person das mitgebrachte Handtuch ausbreitete und sich darauf legte, die Holzlatten knackten, als sie sich richtig hinlegte. Dann hörte ich ein tiefes Einatmen und ein erschöpftes Ausatmen. Dann wurde es wieder still.
Ich wusste nicht wie lange ich da so gelegen hatte, aber es wurde mir zu heiß, also setzte ich mich eine Stufe tiefer. Dazu musste ich natürlich meine Augen öffnen und sah kurz zu der Person, die mir hier Gesellschaft leistete.
Ich sah ein Mädchen, das mit ruhigem Atmen auf dem Rücken lag und ihre Augen geschlossen hielt.
Auch wenn es sich vielleicht nicht gehört, ich musste sie betrachten. Ihre schulterlangen Haare lagen wirr auf dem Handtuch, ihren Kopf hielt sie einwenig überstreckt, als würde sie so besser atmen können. Über ihrem Körper zog sich ein feiner, glänzender Schweißschimmer. Ihr Körper war trainiert, das sah ich. Ihre Beine hatte sie ein wenig gespreizt und ihre Schamgegend war sehr behaart.
Ich musste mich zusammenreißen, denn sonst wäre meine langsam aufkommende Erektion sichtbar geworden. Ich schlug eine Seite des Handtuches über mein Becken. Doch ich fühlte mich plötzlich unwohl. Also stand ich auf, räusperte mich, etwas peinlich berührt und verließ schließlich die Sauna.
Da ich früher in der Sauna war, wie sie, konnte ich etwa abschätzen wann sie gehen würde. Also schlenderte ich wieder durch den Garten, tat so als wäre alles normal und versuchte über etwas völlig anderes nachzudenken, um mein kleines Problem zu überwinden. Dann ging ich wieder hinein. Vielleicht half ja der Eiswasserschlauch. Das eisige Wasser half wirklich. Jetzt fühlte ich mich schon etwas wohler. Ich ging zu den Liegen um mich, in Handtüchern eingewickelt, zu entspannen. Ich schloss meine Augen und genoss wieder die Ruhe, bis ich die Saunatür hörte.
Ich hörte, wie sie die Tür schloss und die Tür zum Garten aufmachte, ich stellte mir vor, wie sie versuchte mit dem Handtuch ihre Nacktheit zu bedecken.
Ich versuchte nicht an weitere Dinge zu denken um nicht wieder mit dem gleichen Problem kämpfen zu müssen, wie eben schon einmal.
Ich nickte ein wenig ein, bis ich durch ein leichtes frösteln wieder erwachte. Ich lag schon viel zu lange hier. Ich sah mich um, konnte das Mädchen allerdings nicht entdecken - vielleicht war sie auch dem ersten Gang wieder gegangen. War ich jetzt erleichtert oder wünschte ich mir, sie läge wieder auf dem Rücken und warte nur auf mich.
Die Antwort erübrigte sich, denn als ich die Tür zur Sauna öffnete, lag sie dort, wo ich sie verlassen hatte. Ich schloss die Tür und legte mich auf eine der Stufen.
Sie lag wieder genauso da, wie vorher, nur das auf ihrem Körper kleine Wasserperlen tanzten. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich, nicht an ihren Körper zu denken, aber es funktionierte nicht, so musste ich mich auf den Bauch legen.
Ich konnte meine Augen nicht von ihr lassen.

Meine Fingerspitzen berührten die Scheißperlen auf ihrem Bauch während meine Zunge über ihren Hals glitt um den salzigen Geschmack zu kosten. Durch meine Berührung spannte sich ihr Körper, ihre Haut, ihr Atem wurde kräftiger. Ich berührte ihren Brustansatz und streichelte in kreisenden Bewegungen zu ihren Knospen. Ihr Körper fing plötzlich an zu zittern. Ich glitt zu ihrem Scham und ich durfte von dem Nektar kosten. Dann legte ich mich vorsichtig auf sie und unsere Körper schwammen fast ineinander. Ich berührte mit meiner Zunge ihre Lippen, die sie für mich öffnete um mit ihrer Zunge meine zu liebkosten.
Ich öffnete meine Augen um in ihre Augen zu sehen, doch ich sah nur die Holzvertäflung der Sauna. Ich musste mich konzentrieren: Wo war ich, wann war ich und wo ist das Mädchen? Ich sah mich um, doch ich war allein.
Ich setzte mich auf um klarer denken zu können. Mir war unglaublich heiß - nur, war es die Sauna oder etwas anderes?

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