Ich stelle mir vor, dass sie sich meine Annäherungsversuche gefallen lässt. Vielleicht schnurrt sie, weil es ihr selbst Lust macht. Vielleicht bewegt sie sich leicht, weil sie mir entgegenkommt. Ich träume, wie sie sich irgendwann zu mir umdreht. Zu so viel Weiblichkeit von hinten kommt jugendliche Schönheit von Angesicht zu Angesicht. Was für herrliche Brüste formen sich unter dem anliegenden Kleid! Braune Augen, die mich neugierig anschauen, denen ich ansehe, wie Lust in ihr erwacht. Meine Hände sind längst hemmungslos geworden: Keine verstohlene, flüchtige Berührungen mehr – ich greife zu und hinein, streiche auf und ab, drücke und knete. Nehme die Lippen dazu, um mich an ihr und mit ihr zu vergnügen. Die schon sichtbare Haut weckt die Lust, mehr, alles zu sehen.
Wir haben beide die Szene um uns völlig ausgeblendet. Nur noch wir beide: Die unbekannte Schöne im roten Kleid und ich. Aus der Betrachteten wird Realität aus Fleisch und Blut. Ich spüre und rieche sie. Aus dem Bild wird erotische Begegnung. Blicke, Einverständnis. Unsere Lippen suchen und finden sich. Meine Finger fahren durch ihr Haar. Wir drängen uns aneinander, drücken uns. In mir wächst die Lust, sie ganz aus ihrer verlockenden Verpackung zu befreien. Ich lege sie auf den Tisch. Ich vergrabe mein Gesicht zwischen ihren Beinen und verschaffe ihr dort alle Lust, derer ich fähig bin. Meine Hände suchen ihre Brüste, streicheln über Bauch und Gesäß. Wir verlieren uns in unserem Liebes-Spiel. Da gibt es keine Grenzen, kein Halten mehr. Wir werden eins: Spürbar, vernehmbar, wir seufzen und stöhnen, werden geil, erhitzen uns aneinander.
Nur gut, dass ich das Bild auf dem Handy habe. So kann ich immer und immer wieder darin eintauchen: In die dargestellte Szenerie, mit Haut und Haar in die unbekannte Frau mit dem roten Kleid …
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