Ich fand, sie passten besser zu meinem eher sehnigen Körper. Da es ohne Berührungen und ein wenig Gefummel nicht ging, war es keine große Überraschung, dass spätestens, als wir an unserer Strandmuschel waren, auch mein Untermieter wach geworden war. Die Strandmuschel hatten wir mit der geschlossenen Seite Richtung Meer aufgebaut. Das schützte etwas vor neugierigen Blicken, denn zum Sonnenbaden mochten wir es alle ganz gerne ganz ohne. Auf dem Weg vom Wasser zurück hatte ich schon mal das Gelände sondiert. Links in der Strandbar waren erst ein paar Tische belegt. Zur rechten Seite lag das nächste Pärchen ein gutes Stück entfernt, und die erweckten nicht den Eindruck, als hätten sie an irgendetwas anderem Interesse außer an sich selbst. Unsere Strandmuschel stand hinter einer kleinen Erhebung und man sah vom Ufer aus nur die Spitze des Zeltes. Wir waren also, egal was passieren würde, mehr oder weniger unter uns. Die Mädels waren ruckzuck nackt und hatten es sich auf ihren Strandtüchern gemütlich gemacht. Die eine rechts, die andere links neben meinem Strandtuch, lagen sie auf dem Bauch und machten irgendwie einen erwartungsvollen Eindruck. Ihr Grinsen und ihre Blicke sprachen Bände.
„Das wird ein wundervoller Tag, ihr Lieben“, strahlte ich sie an und legte mich mitsamt meiner Badehose bäuchlings zwischen die beiden. Weder Julia noch Valerie ließen sich dadurch aus der Ruhe bringen. Im Gegenteil, Julia angelte sich die Sonnencreme aus ihrer kleinen Strandtasche, stellte sie mit einem verführerischen Lächeln vor mein Gesicht und meinte:
„Tu deine Pflicht, Hombre. Wir haben dich nicht zum Spaß mitgenommen“, lachte sie, „du hast Pflichten, das war dir hoffentlich klar.“
Das nächste Fläschchen erschien in meinem Blickfeld.
„Ich zuerst, wegen meines hellen Teints“, kam es von links.
El sol de España
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