Ela

Josie

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Hast du Kaffee zu Hause? Hätt‘ ich jetzt voll Bock drauf.“
Shiva war nach dem Schrei tatsächlich wie ausgewechselt. Lächelte sogar ein wenig, als sie mich nach dem Kaffee fragte.
„Machst du das immer so?“, fragte ich entgeistert.
„Nee, war das erste Mal. Aber es hat geholfen, wieder einen klaren Kopf zu bekommen.“
„Und du denkst, Raoul verschwindet nun leichter aus deinem Kopf?“
„Raoul? Wer ist Raoul?“ lachte sie mich an. „Danke Josie, dass du mich nicht hängen lässt!“, sie lehnte sich zu mir rüber und drückte mir einen feuchten Kuss auf die Wange.
Feucht, weil ihr bei aller gespielter Fröhlichkeit, ein paar Tränen über den Mund gelaufen waren. Feucht, weil sie sich
ein paar der salzigen Tropfen mit den Lippen geangelt hatte.
„Shiva, ich verstehe ja, dass du skeptisch bist. Das hier ist alles neu, eine völlig andere Welt als die, aus der du gekommen bist. Aber ich schwöre, dass du mich so schnell nicht wieder los wirst. Zum hundertsten Mal … du kannst mir vertrauen, ich werde dir helfen so gut ich kann und immer für dich da sein. Freundinnen … verstehst du?!“
„Beste?“
„Wir sind auf einem guten Weg dahin! Doch ja, ich denke schon … beste!“, strich ich ihr die Tränen aus dem Gesicht.

****

Mit quietschenden Reifen lenkte ich das Cabrio in meine ganz private Parklücke vor dem Penthouse, fuhr das Autodach wieder zu, und hakte mich bei Shiva unter, die mir bereitwillig folgte. Sogar der Aufzug roch heute nicht so muffig wie sonst. Der Hausmeister hatte wohl irgendwo einen Duftbaum versteckt.
„Ich lass dir ne heiße Wanne ein, das entspannt!“
Irgendwo musste ich doch noch Duftkerzen haben, oder ein paar Räucherstäbchen. Es dauerte einen Moment, bis ich mich erinnert hatte. War doch schon ne ganze Weile her, dass ich mir ein Bad bei Kerzenschein, mit gutem Duft und entspannendem Öl gegönnt hatte. Shiva stand hinter mir, als ich die Wassertemperatur einstellte und begann schon sich langsam auszuziehen.

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Gedichte auf den Leib geschrieben