„Wenn das so weit ist, spring einfach rein, mach die Augen zu, entspann dich und lass es dir gut gehen. Ich bringe dir gleich den Kaffee, oder willst du lieber Cappuccino oder Latte Macciato?“
„Das hast du alles da?“
„Hey Hase, die Bude gehört Chris, was denkst du denn?! Die hat Vollausstattung, mit Klima und so, da ist ein Kaffeevollautomat doch wohl das mindeste!“
„Dann bitte erst einen Espresso zum klarkommen, danach bitte einen leckeren, großen Cappuccino.“
„Kommt sofort, Mylady!“, flötete ich mit einer Hand auf ihrer Hüfte, als ich an ihr vorbeiging.
„Sei nicht traurig, Shiva! Wahrscheinlich hast du alles richtig gemacht. Jetzt hast du ja uns … und vielleicht Marc.“, lächelte ich sie an.
Dann ging ich in die Küche und ließ sie mit ihren Gedanken allein. Mehr, als ihr Mut und Vertrauen zuzusprechen, konnte ich im Moment nicht tun. Uns, d.h. Chris, Franzi und mich, hatte sie auf ihrer Seite, ihren familiären Rückhalt damit sicher.
Ich ließ mir Zeit, gönnte mir auch zehn stille Minuten auf der Dachterrasse. Schnappte mir mein Handy und stöberte durch Instagram und Co. Je länger ich mich damit beschäftigte, desto länger konnte meine Sorgenqueen im Bad zur Ruhe kommen. Dazu war ein Espresso natürlich viel zu belebend und eher kontraproduktiv.
Vorsichtig machte ich die Tür auf, sehr darauf bedacht, die kleine Tasse nicht umzuwerfen. Wie sagte Chris vorhin, Raoul und sie hätten die ganze Nacht geredet? Shiva hatte den Kopf zur Seite gelegt und war tief eingeschlafen. Der Herzschmerz, das Drama auf dem Flughafen und danach, jetzt das warme Wasser und die Ruhe, hatten sie in die Traumwelt gleiten lassen.
Der scheiß kleine Löffel rutschte auf der Untertasse. Verzweifelt versuchte ich ihn auszubalancieren, bis er dann doch scheppernd auf die Fliesen fiel. Shiva zuckte erschrocken zusammen, schützte reflexartig Busen und Pussy vor fremden Blicken und atmete erleichtert auf, als sie mich erkannte.
Ela
Josie
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Ela
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