Eleonores Vermächtnis

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Eleonores Vermächtnis

Eleonores Vermächtnis

Tom Parker

Waltraud spürte einen kühlen Luftzug an ihrem feuchten Busen, als Beas flinke Finger ihr die Bluse öffneten und gleich darauf auszogen.
Zu Bens Überraschung trug Waltraud unter der Bluse nur nahtlose Bräune. „Jetzt geht Ihnen durch den Kopf: Besen, Bart, Buckel, - stimmt‘s?“ fragte Waltraud
betont gelangweilt, um ihre Erregung zu überspielen, während sie sich weiter Beas kundigen Fingern überließ.
Ben schüttelte den Kopf: „Mein Kopf steht auf Zero, - alles leer,“ sagte er und schlug dabei einen musikalisch beschwingten Ton an, der Waltraud verunsicherte. Schließlich wurde ihre Schönheit nicht täglich gefeiert und von Ben, dem Tier, hätte sie eine solche Kapitulation vor ihren Reizen nicht erwartet.
Langsam erst, dann immer geschwinder entfaltete sich Bens aufgerollter Schweif, bis er stammbaumbereit strammstand.
Waltraud fühlte sich geschmeichelt.
Bea lächelte Waltraud an, während sie Ben sanft wichste. Siehst Du,“ sagte sie zu ihm: „Sie meinte es gut und Du, wie meinst Du es mit ihr?“
Ben murmelte etwas, was niemand verstehen konnte.
„Lauter,“ sagte Bea, während ihre Glocken im Takt unter dem schwarzen Chiffon schwangen. Dabei blinzelte sie Waltraud verschwörerisch zu.
Eine Weile kratzte Ben auf seinen Stimmbändern herum, bis er vernehmlich sagte:
„Ich bedauere meine Aussage von wegen Hausfriedensbruch und hoffe, Sie tragen mir nichts nach.“
Bea lächelte Waltraud mit ihren mitternachtsblauen Augen an: „Nimmst Du mal?“
Waltraud streckte ihr die Hand entgegen und erhielt ein Briefchen. „Solange er noch nicht voll aufgepustet ist, geht die Tüte leichter drüber. Ich bin gleich zurück. Halte ihn für mich warm, ja?“
Waltraud dachte, dass sie auf keinen Fall dem Tier körperlich näherkommen wollte, aber da hörte sie sich schon sagen: „Geh‘ nur.“
Bea sah sie erfreut an: „Danke dir, ich beeil‘ mich.

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