“ Mit Waltrauds Bluse auf dem Arm verschwand sie aus dem Zimmer.
Waltraud öffnete das Briefchen und entnahm ein rosafarbenes Kondom.
„Hoffentlich ist das keine Elefantenhaut,“ gab Ben seinen Befürchtungen Ausdruck.
„Unterschätzen Sie nicht, wie feinfühlig der Rüssel eines Elefanten ist,“ bemerkte Waltraud, während sie Bens prächtigen Schweif erfreut musterte.
„Bestimmt nicht,“ lächelte Ben. „Übrigens fand ich es schade, dass Sie letzthin nicht zu Hause waren.
Waltraud war alarmiert: „Das überrascht mich, nach dem abrupten Ende unseres Gesprächs hätte ich nicht mit ihrem Besuch gerechnet.“
„Sicher war unser erster Kontakt nicht optimal. Ich glaube, dass ein großer Teil der Verantwortung dafür bei mir liegt, was mir leidtut.“
„Da wir es gerad‘ davon haben,“ beeilte sich Waltraud zu erwidern, „einer meiner Fehler ist, kein Ende finden zu können bei bestimmten Themen. Es tut mir leid, wenn ich ihre Geduld mit meinem Projekt strapaziert habe.“
„Vielleicht lassen wir die Vergangenheit ruhen und schlagen ein neues Kapitel in unseren Beziehungen auf,“ sagte Ben.
„Hört sich staatstragend gut an, riecht aber nach Diplomatie, finden Sie nicht. Vielleicht sagen Sie mir einfach, was es sein soll.“
Ben holte tief Luft: „Leonore Tripani hat in ihrem Testament verfügt, dass ich Vermächtnisse zu erfüllen habe. Als Erbe muss ich Ihnen erlauben, auf dem Hang unterhalb der Hütte seltene Alpenpflanzen auszubringen und durch geeignete Maßnahmen beim Gedeihen zu unterstützen. Es gibt noch technische Details, aber das ist die Hauptsache. Ich wollte Ihnen davon und von einem weiteren Vermächtnis berichten, aber Sie waren ja nicht zu Hause.“
„Ich lag gerade in der Wanne.“
Ben lächelte: „Verstehe. Da hätte ich gerne geöffnet, - Verzeihung - ich wollte natürlich sagen, da hätte ich auch nicht geöffnet.“
Eleonores Vermächtnis
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