Und wieder andere werfen dir ihre Kohle vor die Füße. Sie benutzen Geld, um dich zu verachten.“
„Hat dir schon mal jemand Geld vor die Füße geworfen.“
Bea drückte ihr Kreuz durch: „Ist vorgekommen.“
„Und? Hast Du es aufgehoben?“
„Natürlich habe ich es aufgehoben. Ich bin moralisch kein Vorbild, aber mein Selbstwertgefühl berührt so ein Gehabe nicht. Der Typ zeigt, dass er den Besitz an der Sache aufgegeben hat, wie die Juristen sagen. Ich greife zu und es gibt kein Wechselgeld.“
„Hat Ben dir Geld vor die Füße geworfen?“
„Er ist ein Angeber, ein Möchtegern-Beau mit angeknackstem Selbstbewusstsein, sonst hätte er ja manche Dinge nicht nötig.“
„Was meinst Du?“
„Na, zum Beispiel diese Angeber-Karre und diese Muskelspiele, die er vor einem abzieht. Er hat noch nicht begriffen, dass das Selbstbewusstsein nicht in dem Maße wächst wie ein Konto oder die Muskulatur. Aber er ist auch kein Arsch, sondern auf seine Art in Ordnung. Fragt sich, ob das für dich hier das Richtige ist?“
„Es ist noch komplizierter.“
„Dann immer heraus mit der Sprache, meine Liebe.“
„Ich weiß nicht, ob meine Muschi mehr für ihn oder für dich ist?“
Bea fuhr ein wenig in die Höhe. „Na, das ja ist großartig.“
„Wie meinst du das?“
„Du hast einen weiteren Erlebnishorizont als die meisten Menschen.“
„Mensch Bea, ich brauch‘ keinen weiten Horizont, sondern ich brauch’s jetzt.“
Bea sagte: „Stell‘ dich mal hin.“ Und als Waltraud vor ihr stand, griff sie ihr sanft mit beiden Händen unter ihren Rock und zog ihr den Slip herunter. „So viel zur Wüste.“ Mit diesen Worten klatschte sie den nassen Slip in die Wanne. „Also mit so einem Bächlein würde ich einfach ausprobieren, für wen’s fließt.“
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das so …“
Bea unterbrach sie schmunzelnd: „Nasse Sachen immer ausziehen. Wie sollen wir dich sonst trockenlegen.
Eleonores Vermächtnis
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Eleonores Vermächtnis
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