Eleonores Vermächtnis

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Eleonores Vermächtnis

Eleonores Vermächtnis

Tom Parker


Waltraud wurde ein wenig verlegen, aber Bea zog sie an sich, streichelte sie beruhigend und sagte: „Es muss dir doch nicht peinlich sein, dass Du scharf bist, wie eine Chili-Schote.“
„Und jetzt,“ flüsterte Waltraud.
„Wie gesagt, ausprobieren. So findest Du heraus, was dir gefällt und was nicht.“
„Meinst Du,“ fragte Waltraud wenig überzeugt.
„Auf jeden Fall ist der Abend noch jung und wir werden Ben beglücken, bis nur noch heiße Luft kommt. Glaub‘ einer erfahrenen Reiterin, je später Du den Gaul besteigst, desto länger bleibst Du im Sattel. Und jetzt kühl ein wenig dein Gesicht, sonst kriegt er noch einen Schreck.“ Mit diesen Worten lächelte sie ihr aufmunternd zu.
Waltraud lächelte zurück, hielt aber Bea fest, als sie gehen wollte. „Wenn das hier rum ist, kommst Du dann noch mit zu mir.“
Bea umarmte sie. „Ich komme gerne zu dir, kann aber erst nach Mitternacht hier weg.“
„Ich freu‘ mich,“ flüsterte Waltraud.
„Ich freu mich auch,“ sagte Bea.
Waltraud sah ihr nach und spürte ein wärmendes Glück, dass sie am liebsten gesungen hätte. Im Wohnzimmer kam sie gerade zurecht, um zu sehen, wie Bea das gefüllte Präservativ Ben zeigte, der gerade dabei war, eine Flasche zu öffnen. „Nicht schlecht, mein Specht.“
Er warf einen flüchtigen Blick darauf: „Ich erinnere mich nicht, eine Sportgala gebucht zu haben.“
„Ach woher, Du wolltest Sklave sein, und Sklaven haben zu befriedigen. Und ich bin noch nicht befriedigt und Waltraud auch nicht.“
„Und ich dachte, Du bist froh, dass dein Sklave in Frankreich war und einen Champagner mitgebracht hat.“ Er brach ab, als er Waltraud kommen sah und runzelte die Stirn. „Sag mal, liebes Mädchen, bist Du überhaupt volljährig?“
„Gefühlt seit 100 Jahren, tatsächlich werde ich in neun Tagen siebenundzwanzig. Meinen Ausweis habe ich aber nicht dabei.“

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