Bea sagte: „Wir glauben dir, nicht wahr.“
Ben holte tief Luft und presste sie zischend zwischen den Zähnen wieder heraus.
„Ja oder ja“, fragte Bea.
„Ich riskiere eine ganze Menge, aber ja, ich denke, sie würde mir zu Gefallen nicht flunkern, weil Waltraud Trippenhauer nichts von mir will,“ sagte Ben.
Waltraud begehrte auf: „Was verstehst Du schon von Kräuter-Hexen?“
„Na, zum Beispiel, dass Trippenhauer auf den Beruf der Holzschuhfertiger im Mittelalter zurückgeht. Ohne einen festen Holzschuh kam man kaum trockenen Fußes über die Gassen; es gab ja keine Kanalisation.“
„Weißt Du noch mehr über Waltraud?“
Ben grinste: „Sicher weiß ich es nicht, aber ich vermute, sie trinkt gerne mal ein Glas Champagner.“
„Ben, Du verwöhnst uns, aber ist heute ein besonderer Tag?“ fragte Bea.
„Klar, Ihr beiden seid hier. Das muss gefeiert werden und vielleicht haben wir bald noch einen Grund mehr, um zu feiern.“
„Du sprichst in Rätseln, aber wenn Champagner dazugehört, sage ich nicht nein. Bea baute sich vor Ben auf. „Woher weißt Du eigentlich so viel über Waltraud?“
„Sie ist in dem Testament der Tripani erwähnt. Ich schulde ihr die Erfüllung von zwei Vermächtnissen.“
„Ach, deshalb hast Du versucht, sie zu kaufen, als ich draußen war.“
„Du hast uns belauscht?“ Waltraud blickte Bea fragend an.
„Na, glaubst Du, ich lasse dich allein mit diesem Herrn, dem angesichts deiner süßen Äpfelchen die Augen rausfallen. Zugegeben, es war kein feiner Zug, aber ich hatte Recht, er wollte seine Ökonomie ausspielen und wer weiß, wie Eleonores Vermächtnisse noch verhandelt worden wären, wenn er dich zu fassen gekriegt hätte.“
Ben schien alarmiert: „Bea, es ist anders, als Du denkst.“
„Natürlich ist es das, es ist überhaupt immer alles ganz anders. Aber ich weiß Bescheid.“
„Wirklich!? - Bitte hör‘ dir doch wenigstens an, was ich zu sagen habe.“
Eleonores Vermächtnis
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Eleonores Vermächtnis
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