Eleonores Vermächtnis

10 28-43 Minuten 0 Kommentare
Eleonores Vermächtnis

Eleonores Vermächtnis

Tom Parker

Ich müsste einen hohen Betrag an Erbschaftssteuer zahlen, den ich nicht habe. Alles steckt in meiner Berghütte und ich muss noch Jahre abzahlen. Und Sinn der Sache ist für mich nun mal nicht, den Klee zu verkaufen. Tut mir leid Ben.“
Ben grinste. „Ein Ass hat Ben Humphrey noch im Ärmel. Ich sage nicht, dass es die einzige oder die tollste Lösung ist, aber es ist eine, - leider nicht meine, wie ich zugeben muss, obwohl sie gut von mir sein könnte.“
Es wurde still nach der Ankündigung. Man hörte eine Dohle krächzen und dann war es wieder still.
„Mein Gott, jetzt spann‘ uns nicht auf die Folter,“ forderte Bea.
„Das Bild war ein Geschenk von Klee an Moillet, einen Freund und Maler, der ihn zusammen mit Macke auf die berühmt gewordene Tunis-Reise begleitete.“
„Nie davon gehört,“ murmelte Bea, „wieso kann eine Reise berühmt werden. Es ging doch nicht auf den Mond, oder!?“
„Die Reise hat für alle drei zu ihrer künstlerischen Entwicklung viel beigetragen. Beispielsweise fuhr Klee als Zeichner und Grafiker los und kam als Maler wieder; er hatte die Farbe für sich entdeckt.“
„Wieder was gelernt. – Und wie ist das Bild zu Eleonore gekommen?“
„Nachdem Moillet Land und Leute kannte und wohl die Reise für die anderen organisiert hat, könnte es sein, dass Klee ihm dieses Bild nach seiner Rückkehr geschenkt hat, um seine Dankbarkeit zu zeigen, vielleicht auch aus anderen Gründen. Jedenfalls kam es später wohl über den Sohn von Moillets zweiter Frau in die Familie Tripani.“
„Na schön, das ist aber noch keine Lösung für Waltrauds Problem,“ gab sich Bea kritisch.
„Es gibt zu dem Klee ein Zertifikat eines Sachverständigen, der den Klee untersucht hat. Das - kurz gesagt - feststellt, dass es sich um eine hervorragende Arbeit handelt, die nur den Nachteil hat, eine Fälschung zu sein.“
„Mist.

Klicke auf das Herz, wenn
Dir die Geschichte gefällt
Zugriffe gesamt: 800

Sie müssen sich anmelden, um Kommentare hinzuzufügen.

Gedichte auf den Leib geschrieben