Eleonores Vermächtnis

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Eleonores Vermächtnis

Eleonores Vermächtnis

Tom Parker

Irgendwann brach Bea das einvernehmliche Schweigen und fragte Waltraud: „Was hast Du herausgefunden: Irgendwelche Prioritäten?“
„Ich weiß nicht. Ohne dich hätte ich mich nicht so hingeben können und ohne Ben wäre ich nicht so befriedigt.“
„Was mich betrifft, kannst Du jederzeit auf mich zählen,“ erklärte Ben großzügig.
„Ihr wollt mir jetzt aber nicht sagen, Ihr braucht mich, um ficken zu können.“
„Wäre das so schlimm?“ Waltraud musste kichern.
„Schlimm nicht, aber ich glaube kaum, dass ich so viel Zeit habe, bei euren Begegnungen immer dabei zu sein.“
„Na, notfalls kommen wir auch allein klar, was meinst Du, Ben.“
„Das Leben ist einerseits zu kurz, um auf Beas Kommen zu warten, obwohl ich zugeben muss, dass es sich andererseits immer lohnt.“ brummte Ben.
„Aber wenn ich Zeit habe und komme, dann…“ sagte Bea und wurde von Waltraud unterbrochen, „dann kommst Du ganz bestimmt.“
Ben räusperte sich: „Wie ich euch einschätze, brennt ihr darauf, ungestört Zeit miteinander zu verbringen. Wenn ihr also versprecht, mich nicht zu vergessen, verabschiede ich mich bis zu unserem Frühstück. Aber zuvor noch ein Schlückchen auf den Weg. Einverstanden?“
„Ach Ben, Du störst nicht, wie kommst Du darauf?“ wollte Bea wissen.
Ben grinste: „Nun, ich habe Augen im Kopf und möchte euch nicht im Weg stehen.“
Ben erhielt dankbare Blicke, während er die Gläser neu befüllte. Er stand auf und erhob sein Glas: „Auf eine ferne Verwandte namens Eleonore, der ich viel verdanke, obwohl wir uns zu ihren Lebzeiten nicht gekannt haben.“
Bea stand auf und erhob ebenfalls ihr Glas. „Auf eine Frau, die ich nicht kannte, von der ich inzwischen sagen kann, dass ich bedauere, sie nicht kennengelernt zu haben.“
Waltraud stand auf und erhob ihr Glas. „Auf eine Freundin, die ich nicht nur heute vermisse, die mir so viel gegeben hat im Leben und darüber hinaus.“
„Auf Eleonore.“

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