Eleonores Vermächtnis

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Eleonores Vermächtnis

Eleonores Vermächtnis

Tom Parker

Als sie daran ging, sein zusammengesunkenes bestes Stück zu säubern, öffnete Ben die Augen und einen Moment später hatte er realisiert, wer vor ihm stand. Seine Augen weiteten sich und über seiner Nasenwurzel erschien eine steile Falte: „Sie? Sie sind diese Kräuterhexe! – Was machen Sie hier? Das ist Hausfriedensbruch!“
Unbeeindruckt von Bens Kommentar lächelte die Blondine Waltraud an und sagte zu Ben: „Für deine Fragen gibt es sicher Antworten. Aber vielleicht stellen wir uns erst mal vor.“
Bens Mundwinkel sanken herab: „Nicht nötig, wir kennen uns. Sie war schon mal hier wegen irgendwelcher Kräuter.“ Er sah gelangweilt zur Decke, was wohl bedeuten sollte, dass das Leben eben auch Kräuterhexen mit sich brachte. Doch schon begann sein Blick der Linie ihres Halses in den Ausschnitt ihrer Bluse zu folgen und sein Gesicht entspannte sich.
Erleichtert lächelte Waltraud Bea an: „Herr Humphrey hat recht. Ich bin Waltraud Trippenhauer - Kräuterhexe.“
„Tatsächlich? Darf ich erfahren, was Du in deinem Körbchen hast.“
„Das interessiert Sie,“ staunte Waltraud.
„Das interessiert dich?“ verbesserte Bea nachsichtig: „Kräuterhexen haben doch immer was Gutes in ihren Körbchen, oder!?
„Dem kann ich mich nur anschließen,“ nuschelte Ben, während er Waltrauds Oberweite taxierte.
Waltraud legte ihr Gefäß mit der Pilzkultur auf ein Tischchen vor der cognacfarbenen Couchgarnitur, die nicht recht zu dem Landhausstil des Hauses passen wollte. „Es gibt nicht viele gut riechende Alpenpflanzen, wie zum Beispiel das Schwarze Kohlröschen. Diese Mykorrhiza-Pilze benötigt das Schwarze Kohlröschen, um gedeihen zu können. Deshalb erleichtere ich ihm mit den Pilzen die Ansiedlung.“ Dabei fiel ihr auf, dass Bens Augen an dem feuchten Fleck auf ihrem Busen hingen, während Bea fragte: „Schwarzes Kohlröschen?

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