Wir wollten euch nicht wecken. Wenn du kannst, dann gehe heute bitte nicht zur Uni, sondern kümmere dich um Kim und Elisa. Sie wird uns nicht zur Last fallen wollen. Ich befürchte, dass sie gehen wird, wenn niemand bei ihr ist. Bitte sei so lieb und hole mit ihr die restlichen Sachen aus ihrer alten Wohnung, wenn sie bei uns bleiben möchte. Viele Küsse, Mama.“
Während ich lese, bemerke ich einen leichten Luftzug. Kim steht hinter mir und schaut über meine Schulter. Sie hat Elisa auf dem Arm und liest mit, was meine Mutter mir geschrieben hat. Dann höre ich sie schluchzen. Da erst bemerke ich, wie dicht sie hinter mir steht, drehe mich langsam zu ihr um und wische ihr dann mit dem Daumen die dicken Tränen von den Wangen. Sie schaut mich an und sagt nach einem Moment der Stille:
„Ich kann das nicht. Ich kann da nicht wieder hin. Ich will diesem widerlichen Arsch nicht wieder ins Gesicht sehen müssen. Dafür ist zuviel passiert, der hat so viel in mir kaputt gemacht.“
Normal bin ich nicht schüchtern und habe auch immer schnell einen Spruch parat. Aber gerade jetzt will mir nichts Gescheites einfallen, um ihr die Angst zu nehmen und sie zu trösten.
„Setz dich erstmal. Möchtest du einen Kaffee? Lass uns in Ruhe darüber reden. Wenn du magst, erzählst du mir, was dir alles passiert ist. Aber nur, wenn es für dich ok ist.“
Sie setzt sich auf einen der Küchenstühle und sieht mir zu, wie ich uns einen Kaffee einschenke. Dann setze ich mich zu ihr und sehe sie erwartungsvoll an.
„Tut mir leid, aber im Moment kann ich noch nicht mehr darüber erzählen, als ich euch gestern schon gesagt habe. Dafür kenne ich euch noch nicht gut genug. Außerdem muss ich gleich meine Sachen zusammenpacken und hier weg. Ich kann euch nicht auf der Tasche liegen. Ihr habt mir gestern geholfen, dafür danke ich euch ganz herzlich. Aber mehr kann ich nicht annehmen.
Gefunden!
schreibt Fritz850
Fortsetzung?
schreibt Reinhard
Geht es weiter?
schreibt Vivien
schon vorbei?
schreibt An1Apke
Lieber Hardi
schreibt ulriketyress@gmail.com
Premiere
schreibt Reinhard