Völlig überrumpelt weiß ich erst gar nicht so recht, was ich tun soll. Dann lege ich mir die Maus in die Armbeuge und streichle ihr langsam mit der flachen Hand über den Bauch. Jetzt hat sie sie Äuglein offen. Sie hat tatsächlich die Augen ihrer Mutter, tiefblau. Ich habe ein Gefühl im Bauch, das ich so noch nicht kenne. So ein warmes Kribbeln. Sie ist so niedlich.
Kim steht in der Tür und beobachtet mich. „Du machst das gut. Normalerweise weint sie bei Fremden. Du scheinst einen Stein bei ihr im Brett zu haben. Steht dir gut, das Baby auf dem Arm. Aber gib sie mir wieder, ich möchte sie anlegen.“
Ich will aufstehen und sie allein lassen, damit es ihr nicht peinlich ist. Sie legt mir die Hand auf die Schulter und bittet mich zu bleiben. „Ich möchte jetzt nicht allein sein. Ich drehe mich zur Seite. Außerdem ist alles abgedeckt. Und selbst wenn nicht, es stört mich nicht so sehr. Komisch eigentlich, ich kenne dich erst ein paar Stunden und es macht mir nichts aus. Bei meinem Ex habe ich es nie zugelassen, dass er im selben Zimmer ist, wenn ich Elisa stillte. Vor ihm hatte ich Angst.“
Und so passiert es. Kim schiebt sich das Shirt über den BH und öffnet die Schale zum Stillen. Für einen kurzen Moment sehe ich sie dunklen Warzenhöfe und den einen, wirklich großen Nippel, aus dem schon etwas Milch tropft. Die Kleine nimmt die Brustwarze gierig auf und fängt sofort an zu trinken.
Nebenbei unterhalten wir uns über alles Mögliche. Erst jetzt finden wir Zeit dazu. Sie will wissen was ich so mache, alles zum Studium, Hobbys, und und und.
Sie erzählt, dass sie nach dem Tod ihrer Eltern die Realschule abgebrochen hat, um sich etwas Geld zu verdienen. Dann ist sie mit ihrem Ex-Typen zusammengekommen und wurde dann schwanger. Und damit nahm das Drama seinen Lauf.
Mittlerweile ist es Mittag.
Gefunden!
schreibt Fritz850
Fortsetzung?
schreibt Reinhard
Geht es weiter?
schreibt Vivien
schon vorbei?
schreibt An1Apke
Lieber Hardi
schreibt ulriketyress@gmail.com
Premiere
schreibt Reinhard