Sie friert, das ist mehr als offensichtlich. Sie zittert und drückt das Wäschebündel fest an sich. Es versetzt mir einen Stich ins Herz bei dem Anblick.
Langsam, leise aber offen, gehe ich auf die graue Jacke zu. Sie nimmt mich erst spät war, weil sie so in sich gekehrt ist. Keine Ahnung, wo sie gerade mit ihren Gedanken ist. Aber als sie mich bemerkt, sieht sie mich wie einen Geist an. Ich kann den Schrecken in ihrem Gesichtsausdruck deutlich sehen. Ein zartes Gesicht, es sieht fast ungesund schmal aus. Ihre Augen sind rot verweint, der schwarze Kajal zu einer verwässerten Schmiererei auf den Wangen und den Augen verteilt. Die Haare haben sicher auch schon länger kein Wasser mehr gesehen. Strähnig und lieblos umrahmen sie diese Augen, die Wangenknochen, die süße -gepiercte- Stupsnase und die hübsch geschwungenen Lippen. Sicher hat sie süße Grübchen an den Mundwinkeln, wenn sie lächelt. Im Moment kann ich nur dastehen und sie ansehen…. Ihr Alter schätze ich auf 17-19 Jahre.
Sie mustert mich von oben nach unten und wieder zurück. Einen Moment wissen wir beide nicht, was wir sagen sollen. Es kommt mir vor, als wenn sie das Wäschebündel noch ein Stück fester an sich drückt. Tränen laufen unaufhörlich ihre Wangen herunter.
Ich atme tief durch, muss mich erst sammeln und nach den richtigen Worten suchen. Ich möchte helfen, ohne aufdringlich zu wirken.
„Hallo, ich bin Pascal, darf ich mich zu dir setzen?“ Frage ich vorsichtig.
„Das ist ein freies Land.“ Ihre Stimme ist leise und verweint. Ich setze mich auf die freie Schaukel rechts von ihr.
„Geht es dir nicht gut? Kann ich dir irgendwie helfen?“ Frage ich weiter.
„Warum immer ich…, warum immer ich…?“ murmelt sie verzweifelt.
„Ist es so schlimm? Möchtest du darüber reden? Manchmal hilft das schon ein wenig“, versuche ich ein wenig auf sie einzugehen.
Gefunden!
schreibt Fritz850
Fortsetzung?
schreibt Reinhard
Geht es weiter?
schreibt Vivien
schon vorbei?
schreibt An1Apke
Lieber Hardi
schreibt ulriketyress@gmail.com
Premiere
schreibt Reinhard