Wieder, oder immernoch, tropfen ihre Tränen auf den Jackenkragen.
„Gib mir eine Sekunde“, sage ich und nehme mein Handy, stehe auf und gehe ein paar Meter von ihr weg, als ich meine Mutter anrufe. Kim muss nicht alles hören, was ich mit meiner Mum bespreche.
In kurzen Worten schildere ich ihr die Situation. Ich möchte im Kreis der Familie nach einer Lösung für die junge Frau mit ihrem Kind, was übrigens Elisa heißt und kaum 4 Wochen alt ist, suchen. Natürlich stimmt sie sofort zu, als ich sie frage, ob ich Kim mit nach Hause bringen dürfe.
Ich gehe zurück zur Schaukel, wo sie wie ein Häufchen Elend sitzt. Ich setze mich wieder auf den freien Platz neben ihr. „Kim, ich habe dir jetzt in Ruhe zugehört. Es tut mir sehr leid, was dir passiert ist. Ich kann dir nicht versprechen, dass ich eine dauerhafte Lösung für dein Problem finde. Aber eine kurzfristige auf alle Fälle. Du weißt nicht wohin und ich kann dir bei uns ein warmes Bett, eine Dusche, vor allem aber eine warme Mahlzeit bei uns zu Hause anbieten. Dann hätten du und Elisa erstmal ein Dach über dem Kopf. Gemeinsam mit meinen Eltern finden wir bestimmt eine Lösung. Ganz ohne Hintergedanken. Du musst dich nur trauen, meine Mutter und ich würden uns freuen. Ich habe gerade mit ihr telefoniert. Und mein Vater hilft sicher auch gern. Die beiden sind total lieb. Was meinst du, möchtest du mitkommen?“
Gefühlt 5 Minuten starrt sie ins Leere, einfach nur so vor sich hin. Dann sieht sie mich an und flüstert:
„Ich weiß doch sonst nicht wohin… darf ich wirklich… ist das dein Ernst?“
Das erste Mal seit Gesprächsbeginn sehe ich einen Hoffnungsschimmer in ihren Augen. Ich stehe auf und knie mich direkt vor sie in den Sand.
„Natürlich meine ich das ernst, warum sollte ich dich anschwindeln? Ich hätte doch nichts davon. Meine Eltern und ich helfen gern. Vertrau mir, alles wird gut.“
Gefunden!
schreibt Fritz850
Fortsetzung?
schreibt Reinhard
Geht es weiter?
schreibt Vivien
schon vorbei?
schreibt An1Apke
Lieber Hardi
schreibt ulriketyress@gmail.com
Premiere
schreibt Reinhard