Emilie Hoffmann - Die Frau meines Chefs

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Emilie Hoffmann - Die Frau meines Chefs

Emilie Hoffmann - Die Frau meines Chefs

Andrea Pfister

In einem meiner Vorleben, ich mag mich eigentlich gar nicht mehr daran erinnern, war ich bei einer großen Projektentwicklungs - und Bauträgergesellschaft beschäftigt.
Ich war damals kurz davor die Geschäftsleitung wegen Vampirismus zu verklagen.
So wurden wir ausgesaugt.
Der Vertrag mit der vereinbarten Vierzigstundenwoche war das Papier nicht wert auf dem er geschrieben war. Die technische Abteilung malochte damals im Schnitt 60 Stunden und mehr.
Die Bauleiter vor Ort noch viel mehr. Allerdings war der Verdienst auch überdurchschnittlich, sodass ich von meinem Vorhaben dann doch Abstand nahm.
Kurz nach meinem Einstand zog die technische Abteilung, das Lieblingskind unseres Oberbosses Herrn Hoffmann, in die damals frisch renovierte riesige Jugendstilvilla mit eigenem Park in einem Saarbrücker Vorort.
Er selbst residierte privat im feudal gestalteten Erdgeschoss, die Projektentwicklung im nicht minder großzügigen Obergeschoss und die Technik im Dachgeschoss.( Auch nicht ohne Reiz ).
Alleine die Tatsache, dass wir unter einem Dach mit dem Oberguru des konzernähnlich strukturierten Unternehmens, immerhin hatte die Gruppe mehr als 150 Mitarbeiter, brachte jedem unserer Mitarbeiter einen hohen Stellenwert im Unternehmen ein und entsprechenden Neid von den anderen Mitarbeitern, speziell den Kaufleuten und Vertrieblern.
Die saßen nämlich ziemlich zusammengepfercht und auf mehrere alte, ehrwürdige Stadthäuser in der Kernstadt verteilt.
Für uns, die sich der nahezu permanenten Überwachung unseres Häuptlings ausgesetzt sahen,
relativierte sich das Privileg der großzügigen Räume und der gediegenen Atmosphäre sehr schnell wieder. Der „Alte“ stand nämlich andauernd und vollkommen ohne Vorwarnung an unseren Arbeitstischen und Zeichenmaschinen und machte sich, wie er selbst diese Stubengänge nannte, sachkundig über den Stand der Dinge.
Ich residierte in einem ca. 30 m⊃2; großen Büro mit dreieinhalb Metern Höhe, riesigen, teilweise mit floralen Ornamenten verglasten Fenstern, Stuckornamenten und Rosetten an der
Decke und einem gnadenlosen, fast für alles entschädigenden Blick nach Westen in den riesigen Park.
Vor allem im Hochsommer vermittelte der Ausblick eine geradezu buddhistische Ruhe.
Ich teilte anfänglich mein Refugium mit einer jungen Architektenkollegin, die sich aber nach einem Jahr in den Mutterschaftsurlaub abseilte.
Unser Raum besaß zwei Türen. Eine direkt zum Treppenhaus, das seinem Namen alle Ehre machte und die Geschosse auf der Gebäuderückseite mit dem Parkhof und dem sog. Lieferanteneingangverband ( damit war natürlich der Eingang zur technischen Abteilung gemeint) , und eine zum Nachbarbüro, in dem auf ca. 50m⊃2; verteilt, 4 technische Zeichner arbeiteten. Dieser Raum besaß einen weit ausladenden Erker der im Erdgeschoss einen gedeckten Freisitz bildete und auf zwei mächtigen Säulen aufsaß.
An diesen Freisitz schloss sich eine mehr als großzügige Terrasse an, die mit einer Balustrade gesäumt war. Ihr Abschluss zum Park hin bildete die Remise, in der der „Alte“ seine Autos untergestellt hatte und die über den Parkhof erschlossen wurde.
Hinter der Zeichenabteilung spiegelte sich die Raumsituation und dort saßen wieder zwei Architekten. Hier saß damals auch Peter, der mich nach seiner Rückkehr von Kreta auf die Insel aufmerksam machte.
In der Eingangshalle, die auch gleichzeitig Wartezone für die ganze Abteilung war, hatte der „Alte“ einen Teil seiner Skulpturensammlung untergebracht.
Auf einer Fläche von etwa 100 m⊃2; hinterließen neben den Barcelona - chairs von Mies van der Rohe ( Knoll Inter) der „Mann“ von Horst Anthes , zwei überdimensionale „Weiber“ der Pariser Künstlerin Niki de Saint Phalle und eine photorealistische, nackte Dame von John de Andrea , einen bleibenden Eindruck.
Der „ Alte“ legte großen Wert auf Kunst und Kultur, er war quasi ein Feingeist.
Seinen guten Geschmack bewies er auch bei der Wahl seiner Frau Emilie.
Sie war das krasse Gegenteil dessen was der Name versprach.
Einsfünfundsechzig groß, gertenschlank, vielleicht 45 Kilo schwer, raspelkurze, brünette Haare und fast schwarze Augen. Eine ätherische Erscheinung von 28 Jahren, die etwas von Marlene D. an sich hatte. Wie Marlene konnte sie ihren Blick „entschärfen“. Sie sah dann lächelnd durch ihr ganzes Umfeld hindurch irgendwo hin.
Wie die Frauen der amerikanischen Präsidenten oder anderer Staatsmänner von Bedeutung stand sie immer lächelnd im Hintergrund und huldigte mit ihrer Präsenz ihrem Gatten.
Emilie war eine Ausnahmeerscheinung. Wenn sie nicht repräsentierte war sie Hausfrau und Mutter zweier Buben im Alter von vier und sechs Jahren.
Alle männlichen Mitarbeiter der Technik waren ein wenig in Emilie verknallt. Sie war der unausgesprochene Star der ganzen Company und jeder Mitarbeiter hätte sich im Leben nicht getraut sie anzubaggern. Ihre freundliche aber doch unnahbare Art bot dafür auch gar keine Anhaltspunkte. Trotzdem war sie unser Darling und jeder von uns hätte sich, im übertragenen Sinne, vor sie in die Pfütze geworfen.
Mein direkter Mitarbeiter in der Abteilung war Mike, mein Zeichner.
Mike war wie ich Musikfreak, unser Geschmack war sehr ähnlich und überhaupt waren wir uns von Anfang an sehr sympathisch. Mit ihm zusammen gestalteten sich die vielen Überstunden erträglich, weil wir zwischendurch immer freakmäßige Blödeleinlagen brachten.
Im Sommer 1982 beschloss der Alte sich ein Flugzeug zuzulegen und bestimmte dass seine Frau Emilie seine Pilotin sein sollte.
Man könne dann mehr Zeit miteinander Verbringen und die Finca auf Mallorca könne man dann auch am Wochenende öfter besuchen und überhaupt könne er optimaler arbeiten.
So begann Emilie nachmittags, auf der Terrasse liegend Englisch und alle möglichen avionischen Fächer zu büffeln.
Mike rief mich dann immer zu sich herüber in seinen Erker. Er besaß tatsächlich das Privileg
als einziger von seinem Platz aus den Bereich der Terrasse einsehen zu können, wo sich Emilie sonnte bzw. wo sie lernte. Es war eine echte Freude sie in ihrem Liegestuhl zu sehen.
Leider trug sie zu ihren leichten Sommerkleidern oder zu Jeans und T-shirt immer Ballerinaschläppchen.
Auch bei anderen Anlässen, zum Geburtstag unseres Abteilungsleiters oder zu offiziellen Anlässen trug sie immer geschlossen Schuhe , allenfalls einmal Slingpumps.
Was mir jedoch leichtes Magenzucken bereitete wenn wir sie auf der Trasse beobachteten war die Tatsache, dass sie sehr unruhige Füße hatte.
Sie bewegte andauernd ihre Zehen, von denen man außer der Verformung des weichen Leders sonst leider nichts sehen konnte.
Frau Hoffman blieben unsere Beobachtungsattacken nicht unentdeckt, aber sie überging sie
ladylike.
Bis mich eines Tages Mike ganz aufgeregt in seinen Erker rief und wild gestikulierend auf die Terrasse unter uns wies.Vor lauter Aufregung brachte er keinen Ton heraus.
Als ich das entsprechende Fenster erreichte stockte mir im ersten Moment auch der Atem.
Vor mir lag auf einer Luxusliege von Rausch, auf einem blau-weiss gestreiften Badetuch, hingegossen wie eine Skulptur von Bruno Bruni, Emilie in einem schwarzen Minibikinin und lernte Englisch.
Durch ihre große Sonnenbrille konnten wir nicht ausmachen wohin sie sah. Aber sie beobachtete uns ebenfalls, wie sie mir später gestand.
Es tat ihr gut betrachtet zu werden, wenn wir sie so attraktiv fanden, dass wir sogar einen Anschiss riskierten um sie zu sehen.
Mein Herz setzte geradezu aus als ich aber entdeckte, dass Emilie barfuß war, das erste Mal ohne diese Ballerinas oder anderem Schuhwerk.
Ich rannte rüber zu unseren Oberbauleitern und erbat mir einen von deren Feldstechern.
Zurück im Erker angekommen suchte ich Emilie durch den noch unscharfen Fokus,
wanderte während ich die Optik „schärfte“ an ihren endlos langen Beinen hinab und als ich ihre Füße erreicht hatte bot sich mir ein Bild von solch erotischer Spannung, dass mir ein Pfiff entwich, der so laut war , dass Emilie ihn durch das angelehnte Fenster gehört hatte, ihre Brille hochschob, zu uns hinauf sah, mich mit dem Fernrohr vor den Augen entdeckte wie ich ihre Füße fixierte und mir lächelnd einen „ Finger“ machte, wie man es bei Kindern macht , die sich anschicken etwas verbotenes zu tun.
Ich tauchte voller Scham ab, Mike musste laut grölend lachen, und ich machte mir akute Sorgen, was passieren würde, wenn Emilie mich bei ihrem „Alten“ verpetzen würde.
Nach ein paar Minuten gewann eine brennende Neugierde überhand und ich wanderte wieder in Mike´s Erker, ergriff das Fernglas und richtete es noch einmal auf Emilies Füße aus.
Anscheinend spürte sie meinen Blick, denn sie drehte sich aus der Seitenlage auf den Rücken und machte mit ihren Zehen Kapriolen, dass mir hören und sehen verging.
Sie hatte wundervolle Füße, lange feingliedrige Zehen, ihre Nägel waren groß und leuchtend rot lackiert.
Sie ließ ihre Zehen in den höchsten Tönen jubilieren, so als wüsste sie, was sie mir antut.
Mit größter Überwindung, Schweißperlen zierten meine Stirn, und zitternden Händen riss ich mich von dem göttlichen Anblick los.
Mike sah mich ganz verdutzt an und fragte nach ob mir etwas fehle. Ich schüttelte verneinend den Kopf und zog mich in mein Büro zurück. Meine Erektion wurde durch die weite Leinenhose die ich trug weitgehend kaschiert.
Mein Gott, welch eine Überraschung; welch ein Anblick............
In den nächsten Tagen verschlechterte sich das Wetter etwas, es war bewölkt und kühler geworden.
Emilie trug wieder Kleider , allerdings sehr zu meiner Freude Strümpfe und ein Paar Sandaletten, wie sie für ihre unruhigen Füße und meine Neigung idealer nicht hätten sein können.
Flache schwarze Sandaletten mit Minikeilabsatz, weich gepolsterter Sohle und filigranen Riemchen, die den Zehen einen maximalen Bewegungsfreiraum boten.
Dazu kamen die hauchdünnen Strümpfe, hautfarben und ohne sichtbare Verstärkungen und der leuchtendrote Nagellack.
Ein gefährlich explosives Gemenge. Da die Kollegen der bauleitenden Zunft ihr Fernglas zurückgefordert hatten, musste ich mich auf meine natürlichen Eindrücke beschränken.
Meine Besuche in Mike´s Erker gingen immer mit einer umfangreichen Kontrolle seiner Zeichenarbeit einher, sodass ich nicht sofort Gefahr lief, mich der Frage des Geschäftsführers unserer technischen Abteilung stellen zu müssen, was ich so oft in der Ecke suchen würde.
Während meinen Kontrollen gönnte ich mir dann aber auch immer einen längeren optischen Exkurs auf die unter uns liegende Terrasse und zu Emilies Füßen.
Nach ein paar Tagen war es wie ein Fluch, das ich, wenn ich auf die Terrasse sah sofort von ihr ertappt wurde. Wir nickten uns dann grüßend zu und Emilie ließ postwendend ihre Zehen aufsteigen und machte Kapriolen. Dabei lächelte sie mich an wie die Unschuld persönlich.
Ich fragte mich schon wohin das noch führen sollte.
Der Sommer neigte sich seinem Ende zu und Emilies Terrassenbesuche wurden schlagartig seltener.
Sie spukte mir noch eine Weile im Gehirn herum, dann nahm mich meine Arbeit aber doch so in Anspruch dass ich sie verdrängen konnte.
Bis Picasso kam.
Picasso war ein zehn Wochen alter, nerzgrauer Minikater, den Emilie zu ihrem Geburtstag geschenkt bekam.
Picasso entwickelte sich sehr früh zu einem Eroberertyp.
Eines Tages führte ihn sein unstillbarer Forscherdrang die Treppe hoch in unsere Etage.
Da mein Büro einen Zugang zum Treppenhaus besaß bemerkte ich ihn zuerst durch sein Kratzen an meiner Tür.
Ich ging durch die Halle zum Eingang und öffnete. Eine graues Wollknäuel begrüßte mich mit beherztem Fauchen.
Ich schnappte ihn mir ohne ihm eine Chance zu geben mich zu kratzen und brachte ihn in Mike´s Büro. Großes Hallo war die Folge und Picasso wurde sofort von den Lehrmädchen im gegenüberliegenden Büro adoptiert.
Von diesem Tag an war unsere Etage das Lieblingsausflugsziel von Picasso. Bei uns wurde er gekrault, bekam Milch, konnte sich auf den Zeichenbrettern schlafen legen und mit den Skulpturen in der Eingangshalle Streit anfangen. Sein Lieblingsfeind war schon nach kürzester Zeit die zweimetersiebzig hohe Skulptur von Anthes. Dieser, aus Cortenstahl gefertigten Männerfigur galt Picassos ganzer jugendlicher Hass.
Mit unsäglicher Geduld zerkatzte er die mit einer dicken Rostschicht bedeckten, stilisierten Schuhe der Skulptur. Wobei seine Minikrallen gegen die Korrosion keine Chance hatten.
Wenn er dann seine Aggressionen abgearbeitet hatte und von unserer Gesellschaft genug hatte, kratzte er wieder an der Tür und jemand ließ ihn wieder gehen.
Im Spätherbst hatten Mike und ich einen Auftrag auf dem Tisch der nur mir erheblichem Mehraufwand an Arbeitsstunden zu bewältigen war. Wir arbeiteten teilweise bis nach 24 Uhr.
Zu dieser Zeit war der „ Alte“ auch viel unterwegs. Wochenlang hielt er sich in den Staaten auf, wo er eine Niederlassung eröffnet hatte.
Eines Abends, es war gegen 21 Uhr, Picasso, zwischenzeitlich schon etwas herangewachsen,
hatte seinen Rückweg noch nicht angetreten, klopfte es an der Tür.
Ich vermutete Frau Schmitt, die Putzfrau, hätte ihren Schlüssel liegen lassen und ging zur Eingangstür.
Zu meiner größten Überraschung stand aber Emilie vor der Tür.
Sie trug eine Rotweinflasche in der Hand und meinte, sie bekäme den Korken nicht heraus.
Jetzt erst entdeckte ich den Korkenzieher, der in der Flasche steckte.
Frau Hoffmann sagte, sie hätte noch Licht gesehen und wäre auf die Idee gekommen, einer der Jungs oben wäre sicher stark genug, ihr den Korken herauszuziehen.
Darüber hinaus hätte Frau Schmitt ihr berichtet Picasso wäre öfter hier oben bei uns anzutreffen und da sie ihn heute Abend vermisst habe, wollte sie dem Tip einmal nachgehen.
Picasso kam angetrabt und umschmeichelte gleich Emilies Beine.
Ich sah an ihren Jeans hinab zu ihm und bekam beim Anblick ihrer Füße leichte Sprachstörungen.
Sie trug wieder die vor beschriebenen Sandaletten und Strümpfe.
Während ich versuchte schonend den Korken aus der Flasche zu ziehen, machte sich Emilie
neugierig auf den Weg in Mike´s Büro.
Sie grüßte Mike und schlenderte in mein Büro.
Überall brannten nur die Schreibtisch - und Zeichenlampen, was den Räumen eine schummerige Gemütlichkeit vermittelte.
Emilie schien diese Atmosphäre zu gefallen, denn sie machte den Vorschlag den Wein, dessen Kork ich zwischenzeitlich gezogen hatte, gemeinsam hier oben bei uns zu trinken.
Mike war gleich Feuer und Flamme, stürzte in die Teeküche und besorgte Weingläser.
Emilie schenkte aus und wir stießen auf die Spenderin an und wünschten uns Gesundheit.
Sie nahm an einem Tisch Platz der uns als Planablage diente und von dem aus sie sowohl Mike als auch mich sehen konnte und umgekehrt.
Emilie meinte wir sollten ruhig weiterarbeiten und uns durch ihre Anwesenheit nicht stören lassen. Sie wäre im Moment oft alleine und unten würde ihr die Decke auf den Kopf fallen
Und immer nur fernsehen.........
Sie legte ihre Beine hoch auf den Tisch, vergewisserte sich ob ich denn auch was zu sehen bekam und bot mir ganz nebenbei eine Zehenshoweinlage der Sonderklasse.
Wir plauderten während der Arbeit über alles mögliche und nachdem wir den Wein ausgetrunken hatten verabschiedete sie sich mit der Frage, ob es uns etwas ausmachen würde wenn sie an den nächsten Abenden wieder vorbeischauen würde.
Wie aus einem Munde verneinten wir beide. Natürlich machte es uns nichts aus.
Allerdings machte ich mir Sorgen um mein Leistungspensum, das durch meine ausschweifende
Beobachtung von Emilies Füßen nicht gerade größer wurde.
Und so wurde Emilie unser liebenswerter Abendbesucher. Sie teilte mit Mike und mir den gleichen Musikgeschmack, wir stellten fest früher die gleichen Konzerte besucht zu haben
und oft sang sie ganze Textpassagen mit, was uns Freaks nicht schlecht staunen ließ.
Wir vergaßen immer das Emilie eigentlich unser Alter hatte, wir hätten können Geschwister sein, sie war gerade numerisch zwei Jahre älter als ich und vier älter als Mike..
Eines Abends bot sie uns an sie zu duzen, natürlich nur wenn der „Alte“ nicht in der Nähe war
und wir sollten nicht Emilie zu ihr sagen sondern Emmy.
Die Situation erschien mir reichlich konspirativ - was führte sie im Schilde?
Im Laufe unserer abendlichen Sessions merkte ich, dass sie immer öfter meinem Blick zu ihren gottbegnadeten Füßen folgte und immer dann, wenn ich hinsah ganz besonders verführerische Bewegungen machte.
Eine Situation entwickelte sich zwischen uns zu einer Art Ping-Pong der Gefühle.
Mir wurde abwechselnd heiß und kalt und ich hatte große Mühe mich auf meine Arbeit zu konzentrieren.
Sie schlenderte oft zwischendurch durch die Räume und immer wenn sie in mein Büro kam blieb sie in meinem Blickwinkel vor einem Bild stehen.
Während sie es betrachtete stellte sie ihren rechten Fuß vor und hob ihn an, sodass er nur mit dem Absatz ihrer Sandalette den Boden berührte.
Dann drehte sie den Kopf zu mir und schaute mich solange an bis ich in ihre Richtung sah.
In diesem Moment hob sie an ihrem rechten Fuß die Zehen an und richtete sie soweit auf wie es die Riemchen erlaubten ( und das war sehr weit ) und sah mir tief in die Augen und fing meinen Blick, der wie magnetisch angezogen zu ihren hoch aufgerichteten Zehen wanderte.
Ich konnte nicht anders - ich musste hinsehen.
Das waren Momente wo ich für nichts mehr garantieren konnte und ihr am liebsten vor die Füße gefallen wäre.
Ich träumte nachts von ihr.
Als der „Alte“ nach einigen Tagen wieder aus den Staaten zurück gekommen war, war es auch mit den abendlichen Besuchen vorbei.
Bei unseren sporadischen Begegnungen im Hof auf dem Weg zum Wagen grüßten wir uns freundlich und das war´s dann.
Jahreszeitlich bedingt trug sie nur noch Stiefeletten und hochgeschlossene Pumps.
Meine Hoffnung mich einmal Ihren Füßen nähern zu können relativierte sich wieder.
Als der „ Alte“ aber vor Weihnachten wieder für ein paar Tage verreisen musste, stand Emmy eines Abends wieder vor meiner Bürotür.
Mit den Worten: „Ich bin alleine, Frau Hoffmann.“ versuchte ich die Situation für mich etwas zu entkrampfen.
„ Ich weiß.“ war ihre kurze Antwort und ich spürte sofort das sie etwas im Schilde führte.
Einerseits überrascht, andererseits total angespannt sah ich erst jetzt dass sie wieder die Sandaletten trug, hautfarbene Strümpfe und einen knielangen Rock.
Sie ging an mir vorbei in Mike´s Büro und nahm an ihrem Lieblingstisch Platz, legte gleich die Beine hoch und bat mich neben ihr Platz zu nehmen.
Beim Anblick ihrer Füße wurde mir immer wärmer.
Ich setzte mich neben sie und sie fragte mich unumwunden: „ Sag´mal, Andrea, ich habe den Eindruck du hast ein besonderes Verhältnis zu meinen Füßen. Kann das sein?“
Ich hörte das Blut in meinen Ohren rauschen, mein Mund wurde trocken und der Schweiß brach mir aus.
„ Emmy, Frau Hoffmann, ich weiß nicht wie ich´s sagen soll. Dir sagen soll. Ohne dass du sauer bist. Verstehst du ? Nein, ach Scheiße - was soll´s“ stammelte ich mit hochroten Ohren und Emmy lächelte verständnisvoll.
„Ja, ich fahre auf deine Füße voll ab. Und nicht nur auf deine, aber die haben es mir ganz besonders angetan.“
Ich holte tief Luft und gestand ihr meine Leidenschaft zu schönen Damenfüßen, Sandaletten und allem was mich sonst noch so anmacht.
„Und wenn du nicht gerade mit meinem Boss verheiratet und die Mutter seiner Kinder wärst,
hätte ich dich schon längst angebaggert. Deine Füße und was sie bei mir bewirken, das verfolgt mich bis in meine Träume.“
„ Du bist wirklich süß.“ sagte sie mir, lächelte mich an und fuhr fort „ wenn ich dir erlauben würde etwas mit meinen Füßen zu tun, was wäre das denn?“
„Ich würde wahnsinnig gerne an deinen Füßen riechen, sie küssen. Immer wenn du vor dem Bild da drinnen gestanden hast und deine wunderschönen Zehen hast jubilieren lassen.....“
„ Jubi...was?“ unterbrach sie mich lachend.
„ Wenn du deine Zehen angehoben und hoch aufgerichtet hast, kam mir das so vor als würden sie jubilieren. Und wenn deine Zehen jubiliert haben wäre ich am liebsten vor dir auf die Knie gegangen und hätte sie geküsst.“
Mit einem überwältigenden Lächeln sagte sie mir : „Wenn du mir versprichst mit niemandem darüber zu reden, könnte ich mir vorstellen dich meine Füße küssen zu lassen und was dir sonst noch Spaß macht. Allerdings müsstest du sie mir auch massieren.“
Ich schwor jeden Eid der Welt und sie schwang sich auf dem Drehsessel herum und platzierte
Ihre Füße in meinem Schoß. Unter Aufbietung aller meiner olfaktorischen Fähigkeiten konnte ich mir eine erstes, phantastisches Duftbild ihrer Füße und Sandaletten machen.
Letztere stammte übrigens aus dem Hause Jourdan.
Mit zitternden Fingern streichelte ich zuerst über das zarte Gespinst ihrer Strümpfe hin zu ihren wunderschönen, langen und leicht gewölbten Zehen.
Ich beugte mich vor und küsste ihre zarten Zehenspitzen und als sie ihre Zehen etwas anhob und die ersten Duftschleier meine Nase erreichten, wäre ich vor Wonne beinahe vergangen.
Sie hob ihre Zehen weiter an und ich schob meine Nase immer weiter unter ihre Zehen in ihre Lieblingsatmosphäre.
Emmy´s Füße duften traumhaft gut. Die Sandaletten taten das Übrige dazu mir die Sinne schwinden zu lassen.
Während ich in Duftorgien schwelgte, leise vor mich hin stöhnte, beobachtete mich Emmy voller Verwunderung über die Wirkung ihrer Füße.
Ich fand in diesem intimen Moment keine Worte mehr um ihr die unvorstellbaren Genüsse zu beschreiben die mir ihre Füße zuteil werden ließen.
Als ich ihre die Sandaletten von den Füßen streifte und mich in ihren weichen Fußsohlen vergrub, entlud sich in mir eine Spannung wie ein wütender Blitz.
Die Nylonstrümpfe ( Ergee Montecarlo 15 den , wie ich später erfuhr) umsponnen Emmy´ s Füße wie duftende Tautropfen.
Sie massierte meine Wangen mit ihren langen fein gegliederten Zehen, rollte sie ein und umklammerte so meine Nase.
Alles in allem glaubte ich zu träumen
Als ich Emmy bat die Strümpfe aus zu ziehen, wirkte sie erst skeptisch, raffte dann aber ihren Rock etwas hoch und streifte sich die halterlosen Strümpfe von den Beinen.
Dann wurden mir die bis damals zartesten Sohlen zuteil.
Emmy´s Füße dufteten berauschend und wenn ich mit meinen Lippen über die Haut ihrer Füße strich, hatte ich das Gefühl ein sanfter Strom würde fließen und meine Lippen vibrierten.
Mein größtes Problem war, meinen kleinen Freund im Zaum zu halten, was von Minute zu Minute schwieriger wurde.
So verlegte ich mich pausierend auf eine meiner speziellen Fußmassagen.
Obgleich mein bisheriges Treiben Emmy nicht unangenehm zu sein schien, zeigte sie jetzt eine zurückhaltende Wonne.
Wir wussten beide das wir auf riesige Probleme zusteuerten. Ich hätte von mir aus nie gewagt Emmy näher zu treten als sie mir mit ihren Füßen erlaubt hatte.
Emmy litt zweifelsohne an sexuellen Entzugserscheinungen, hatte sich aber gleichzeitig so unter Kontrolle, dass ich sofort und zu jedem Moment wusste: bis hierhin und nicht weiter.
„Man merkt, dass du das nicht zum ersten mal machst“ sagte sie anerkennend.
Als ich mich nach einer Weile wieder mit meiner Nase ihren Sohlen näherte sagte sie:
„Ich hätte es nie für möglich gehalten das ein man solche sichtlichen Genüsse aus dem Umgang mit meinen Füßen ziehen kann. Gut, ich habe sehr früh erkannt dass Männer auf meine Füße stehen, manchmal war das schon peinlich wie sie mich angeglubscht haben.
Aber ich konnte mir nie richtig vorstellen was den eigentlichen Reiz ausmacht.
Als es mir lästig wurde trug ich in der Öffentlichkeit nur noch geschlossene Schuhe, Sandalen nur zuhause. Bis mir dein Interesse auffiel, das sehr viel subtiler und irgendwie feinfühliger war, als das der Männer vorher. Ich hätte auch nicht geglaubt das dieser Reiz so eindeutige sexuelle Konsequenzen hat, ich hielt das männliche Interesse eher für eine mehr platonische Schwärmerei. Jetzt weiß ich mehr und bin dir sehr dankbar dafür und für deine Unaufdringlichkeit und Zurückhaltung die du mir gegenüber an den Tag gelegt hast und für deine sehr professionelle Massage. Du bist ein unheimlich netter Typ. So einen Bruder hätte ich früher gerne gehabt.“
Ihre Offenheit und ihr Geständnis machten mich sprachlos.
Ich erzählte ihr, während ich ihr die Füße streichelte, von meinen bisherigen Erfahrungen und sie hörte begeistert zu.
Gegen 11 Uhr 30 brach sie auf . An der Tür drehte sie sich noch einmal um und sagte:
„ Curt ist wahnsinnig eifersüchtig. Ich habe erfahren was ich wissen wollte, du hast eine sicher nicht unangenehme Erfahrung mehr gemacht, ich schlage vor wir lassen es dabei bewenden und bleiben Freunde. OK?!“
Und während sie noch ein letztes mal ihre Zehen jubilieren ließ sagte ich: „ OK. Du kannst dich auf mich verlassen. Immer. Und wenn du mal wieder eine Massage brauchst, melde
dich. Ich werde dann mal sehen ob ich noch einen Termin für dich frei habe.“
Sie lächelte und kam zwei Schritte auf mich zu und küsste mich sanft auf die Wange.
Dass sie Fidji von Laroche benutzte habe ich schon sehr früh erkannt, ich mochte dieses Parfüm sehr, aber es hat an keiner Frau bisher so umwerfend gerochen wie an Emmy.
Eine Frau wie sie muss damals Guy Laroches Vorbild gewesen sein.
Sie winkte mir zu Abschied noch einmal zu und verschwand nach unten in die heiligen Hallen.
Ich ging zurück in mein Büro und hatte in diesem Moment den Eindruck ich sei gerade aus einem unglaublich schönen Traum erwacht.
Allerdings belehrte mich die Feuchtigkeit in meiner Hose eines Besseren.
Die ganze Zeit über, während ich mich mit Emmy´s Füßen beschäftigt habe, lief im Autoreverse - Modus das Album „ Rust never sleeps“ von Neil Young.
Ich beschloss an diesen Abend die beiden Songs „ Thrasher und Pocahontas“ Emmy zu widmen.
Wie das mit schönen Dingen so ist im Leben , sie bleiben einmalig.
Ich sah Emmy zwar noch öfter, wir kamen aber nie näher als 10m an einander heran.
Das Jahr wechselte, die Projekte wurden immer vielfältiger, andere Mütter hatten schließlich
auch noch schöne Töchter, kurz, ich habe Emmy verdrängt.
Im folgenden Juni kam eines Nachmittags Herr Paulus, der Geschäftsführer der „ Technik“ in unser Büro und eröffnete uns mit tränenerstickter Stimme:
„Meine Damen und Herren, heute ist ein schwarzer Tag für unser Unternehmen. Vor einer Viertelstunde hat mich hat mich Herr Hoffmann davon in Kenntnis gesetzt, dass seine Frau
Emilie gegen 14 Uhr ihren schweren Verletzungen erlegen ist, die sie sich nach dem Absturz ihrer Maschine bei ihren ersten Alleinflug zugezogen hatte. Plötzlich auftauchende Scherwinde hätten die Maschine außer Kontrolle geraten lassen und sie sei aus nur geringer Höhe abgestürzt.“ Das Entsetzen unter den Kollegen war greifbar.
Wir waren alle wie paralysiert. Die meisten von uns, auch ich, hatten Tränen in den Augen. Jetzt erinnerte ich mich an eine beiläufige Bemerkung die Emmy gemacht hatte, ihr läge eigentlich gar nichts an der Fliegerei, aber Curt hätte sie solange bequatscht bis sie JA gesagt hätte. Curt könne man nur sehr schwer einen Wunsch abschlagen.
Wenn sie das denn mal getan hätte, dachte ich mir.
Dann hätten wir sie aber auch sicher nicht beim pauken beobachten können.
Emmy´s Verlust hat einen tiefen Graben in Curt Hoffmanns Leben gezogen.
Kurz nach der Beerdigung verkaufte er das ganze Unternehmen an seinen größten Konkurrenten und zog sich weitgehend aus dem öffentlichen Leben zurück..
Dieser zentralisierte das Unternehmen unter einem Dach und dünnte die Personaldecke aus.
Ich behielt meinen Job mit Mike zusammen als einzige der ursprünglichen „Planung.“
Als der „Alte“ auch noch die Villa verkaufte und beim räumen noch ein paar Dinge und Unterlagen fand die er der Technik zuordnete, rief er mich kurzerhand an und bat mich das Material einzuladen und mitzunehmen.
Ich machte mich auf den Weg in die Villa, parkte meinen Wagen im leeren Parkhof, schlenderte an der ebenfalls leeren Remise vorbei zum „ Lieferanteneingang.“
Mein alter Schlüssel passte noch.
Ich schloss die Tür auf und betrat das Treppenhaus. Gleich hinter der Tür und vor dem Abgang zum Schwimmbad Hoffmanns stand ein halbgefüllter, dunkelgrüner Nylonsack
in der Sonne. Als ich erkannte was der halbtransparente Kunststoff nur teilweise verbarg bekam ich Herzklopfen und einen trockenen Hals.
Irgend jemand hatte Emmy´s Garderobe ausgemustert und einen Teil ihrer Schuhe in den Sack getan. Offensichtlich sollten sie entsorgt werden.
Mit schlotternden Knien näherte ich mich dem nicht verschnürten Sack und öffnete ihn.
Er enthielt tatsächlich einen Teil von Emmy ´s Schuhen. Joggingschuhe, Wanderstiefel,
Bootsschuhe und mehrere Paare Pumps.
Eine sehr reizvolle Duftwolke entstieg dem Sack.
Als ich weit unten die Sandaletten entdeckte, die Emmy abends in meinem Büro trug,
klopfte mein Herz bis in den Hals.
Ich zog sie aus dem Sack und weil mich fast meine Kraft verließ, setzte ich mich auf die vorletzte Stufe der Treppe.
Ich betrachtete die Sandaletten, fuhr mit meinem Zeigefinger die Toeprints entlang,
ertastete das zarte, weiche Leder der Innensohle.
Als ich eine der beiden Sandaletten unter meine Nase hob und an den weiten Zehenöffnungen und den Toeprints roch, brachen mir die Tränen aus.
Plötzlich war sie wieder da, hundertprozentig.
Ich konnte von dem Duft gar nicht genug bekommen, ich heulte dabei wie ein Schlosshund und merkte nicht dabei wie sich von hinten Frau Schmitt, die Putzfrau näherte.
Was ich bei Emmy versucht habe zu vermeiden und mitunter verzweifelt dagegen angekämpft und einmal verloren habe, war es einen Orgasmus zu bekommen.
Jetzt saß ich auf der Treppe, inhalierte alle Duftnuancen und Pheromone die Emmy in ihren Sandaletten hinterlassen hatte und ließ es einfach geschehen.
Ich glaubte der Strom würde mich innerlich verkochen, so gewaltig brannte es in mir,
die Tränen rannen mir über die Wangen .........als plötzlich Frau Schmitt neben mir auftauchte.
Eine unsagbar peinliche Situation, für uns beide.
Sie sah natürlich was ich da trieb, wusste aber nicht was es bedeutete.
Sie wandte dezent den Blick zu Seite und sagte:
„Guten Tag Herr Pfister.“ Und nach einer kurzen Pause sprach sie weiter:
„Gell, wir vermissen die gnädige Frau alle sehr.“
Und im weitergehen: „ Nehmen sie doch die Sandalen der gnädigen Frau einfach mit.
Ich sag´s auch niemandem. Sie können mir vertrauen.“
„ Vielen Dank Frau Schmitt, aber ich lasse sie besser hier.“
„Wie sie wünschen Herr Pfister, auf Wiedersehen.“ sagte sie und verschwand so lautlos im Untergeschoss wie sie gekommen ist.
Ich rappelte mich auf, legte die Sandaletten zu oberst in den Sack, knotete ihn zusammen
und ging nach oben meinen Auftrag verrichten.

Warum ich diese Erinnerung erst jetzt aufschreibe? Die Peinlichkeit ihres Endes hat sie mich tatsächlich in die hinterste Ecke meines Bewusstseins verdrängen lassen.
Erst Emmy´s 20. Todestag und ein Paar Füße mit ähnlich begnadeten Zehen im Internet haben meine Erinnerung wieder wachgerufen.

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