Doch damit brachen alle Dämme, wohingegen der Anilingus eine zeitlose Zärtlichkeit war, ganz dem Fühlen ergeben, die uneingeschränkte Liebeserklärung an ihren Leib, der dem Liebhaber offensichtlich eben nichts, aber auch gar nicht Abstoßendes bot. Ja, in dieser Liebkosung offenbarte sich der umfassendste Respekt vor ihrer Person, denn die umfasste ihren ganzen Körper, nicht nur ihr hübsches Gesicht und ihre schönen Gedanken. Schade, dass der Kerl in jeder anderen Hinsicht nicht in ihr Leben gepasst hatte. Im Bett hatte er es echt drauf. In entsprechender Weise hatte sie ihn selbstverständlich nicht verwöhnt. So ein haariger Männerarsch ließ sich doch nicht mit der Anmut ihrer gepflegten Pflaume und ihrer zarten, makellosen Rosette vergleichen.
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Der Anus war das Zeichen wahrer Nacktheit, anzüglich, doch sinnlich empfindend. Seine Darbietung war der Schritt weg von der reinen Ästhetik erotischer Darstellung hin zur Preisgabe intimer Identität. Vielleicht gelang es ihr, auf den Bildern ein Selbstbewusstsein zu vermitteln, wie sie in der Ausstellung so beeindruckt hatte. Dann würde wohl auch ihre Mutter fasziniert sein, was für eine souveräne Frau aus ihrem Mädchen geworden war. Aufgewühlt und erregt war Emma nun, verschwunden war die Schläfrigkeit des beiläufigen und mit der Zeit etwas ermüdenden Posierens.
Das alles ging ihr durch den Kopf, während sie sich so ausgiebig allen Wünschen des Betrachters hingab. Genussvoll tat sie das, denn sie befand sich in der Mitte ihres Zyklus, war lüstern, rollig, unbemannt. Sollte doch alle Welt, sehen was ihr entging. Sie streichelte durch ihr Haar, hob die ganze Pracht hoch, zauste darin und ließ es in eine ungeordnete Mähne fallen. Ihre Hände waren schon weiter gewandert über ihre Brüste, die den zart kreisenden Fingerspitzen mit harten, steil aufgerichteten Nippeln antworten.
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