Ich schrie kurz auf. Der Schmerz schien unerträglich. Innerlich flehte ich er möge doch aufhören!
Ich weiß nicht mehr genau ob noch drei oder vier Schläge folgten. Ich winselte und jaulte bei jedem Hieb auf. Tränenüberströmt krallte ich mich wieder an der Tischplatte fest. Es juckte und brannte schrecklich!
Thomas ließ den Rohrstock fallen. Er kniete sich hinter mich und küsste ganz vorsichtig meine malträtierten Pobacken. „Es tut mir leid!“ flüsterte er. Nachdem ich mich aufgerichtet und zu Ihm gedreht hatte, konnte ich sehen, dass ihm Tränen in den Augen standen. Wir sahen uns lange an, Seine Hände streichelten meine Wangen. Er sagte nur ein Wort: Heike.
Dann haben wir uns geliebt. So intensiv hatte ich Ihn noch nie gespürt.“
Ich habe Heike angeschaut und gemeint: „Ich glaube nicht, dass ich solche Schmerzen freiwillig auf mich nehmen würde. Und wie war das mit dem Paar, von dem Du erzählt hast?
Heike antwortete: „Thomas hat verstanden, dass ich manchmal jemand anderes spüren möchte. In vielen Gesprächen sind wir dann zu dem Ergebnis gekommen: Sex mit anderen ja, aber nur miteinander, oder vorher abgesprochen. Wir hatten seither mehrmals einen Dreier und eben diese Freundschaft mit einem Paar, welche über ungefähr zwei Jahre ging.“
Ich wollte von Ihr wissen, warum das auseinanderging. „Wir haben den Kontakt abgebrochen, weil der Mann sich in mich verliebt hatte.“ antwortete Heike bereitwillig.
Wir verließen unseren schattigen Platz und liefen zurück zu Kai und Thomas. Urplötzlich fiel mir ein: „Wie habt Ihr Euch befreit?“ „Du meinst die Schlüssel im Garten? Thomas ist über den Balkon in den Garten geklettert und hat die Schlüssel gesucht.“ Wir mussten beide lachen.
„Hast Du dich freiwillig dann noch öfter mit dem Rohrstock…?“ Nahm ich das Thema wieder auf. „Nein, der Rohrstock steht seit diesem Tag nur noch mahnend in einer Ecke. Manchmal, er sagt dann ich hätte es verdient, versohlt mir Thomas den Po mit der Hand. Dieser Schmerz macht mich wahnsinnig an. So ab und an ist das ein geiles Gefühl. Protestier jetzt nicht gleich, wenn ich Dir empfehle, diese Erfahrung auch einmal zu machen!“ meinte Heike
Am kommenden Tag fuhren Heike und ich nach Moro Jable zum Bummeln. Wir versprachen unseren Männern für den Abend eine Überraschung, wenn Sie uns alleine ziehen lassen.
Von Gerda hatten wir die Adresse eines Lederbekleidungsladens, welcher aber auch Dessous führt. Angekommen schauten wir uns erst einmal um. Im Erdgeschoss war die Lederabteilung. Dort gab es nicht nur Röcke Hosen und Mäntel aus Leder, sondern auch Schuhe und Stiefel. Selbst aus Leder gefertigte Slips, BHs, Bodys, Corsagen und Armbänder konnte man finden.
Frauen und Schuhe. Wir probierten viele. Ein freundlicher Verkäufer bot uns seine Hilfe an.
Natürlich legten wir es darauf an dem jungen Mann, er war wohl Anfang bis Mitte Zwanzig, auch mal einen Blick unter unsere Röcke zu ermöglichen.
Beim Frühstück hatten wir das Thema: mit oder ohne Slip ausgehen. Unsere Männer meinten, wir würden uns nicht trauen, unten ohne in unseren kurzen Röcken nach Moro zu fahren. Daraufhin zogen wir gleich nach dem Verlassen des Speisesaals unsere Strings aus, drückten sie unseren Partnern in die Hände und haben uns verabschiedet. „Ihr findet uns im FKK – Bereich!“ rief Kai uns noch nach. Wie viele Blicke auf uns gerichtet waren will ich gar nicht wissen!
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