Endspurt

Chef mailt nach Feierabend - Teil 3

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Otto Eric Riess

Was bisher geschah: Dörte ist devot und hat eine Nachricht von Olav bekommen, ihrem Lebensgefährten, den sie “Chef” nennt. Er hat sie für den Abend in sein Büro bestellt mit der Auflage, nur Mantel und High Heels zu tragen. Dörte überwindet ihre Skrupel, gehorcht und erreicht nach einigen Aufregungen Olavs Arbeitsplatz. Während Olav Dörte nackt in seinem Büro warten lässt, wird sie gewahr, dass sie von draußen gesehen werden könnte, ohne selbst erkennen zu können, was sich vor den Fenstern abspielt. Olav lenkt sie durch erste sexuelle Handlungen von ihren Sorgen ab. Auf Geheiß von Olav stimulieren sich beide fast bis zum Höhepunkt.

Sie hat sich von ihm mehr Fingerspitzengefühl erhofft. Seiner Mail zu entsprechen, hat sie schon viel Überwindung gekostet. Wenn sie nackt in die Öffentlichkeit gehen soll, verlangt er zu viel. Verstört schüttelt Dörte den Kopf. Das Abenteuer, das sie bislang außerordentlich genossen hat, droht mit einem Missklang zu Ende zu gehen.
Unglücklich betritt sie wieder das Büro. Olav hat sich in seinen Bürostuhl gesetzt und schaut ihr erwartungsvoll entgegen. Nicht in der Lage ist, ihm in die Augen zu sehen, senkt Dörte traurig den Blick, bevor sie ihn anspricht.
„Chef, es tut mir leid. Das war ein wunderbarer Abend. Allerdings werde ich nicht mehr essen gehen, auch nicht in einem Club. Das wirst Du hoffentlich verstehen. Vor Dir nackt zu sein, selbst wenn Du es nicht bist: Gerne! Mit der Sorge zurechtzukommen, dabei gesehen werden zu können: Auch das habe ich geschafft. Aber wildfremden Menschen nackt unter die Augen zu treten, geht zu weit. Das kann ich nicht, auch nicht Dir zuliebe. Bitte verzeih mir!“
Olav hat ihr mit unbewegter Miene zugehört. Als Dörte schweigt, steht er auf und tritt dicht an sie heran. Er legt einen Finger unter ihr Kinn und hebt ihren Kopf an, bis sie ihm ins Gesicht schaut. „Sieh mich an, wenn Du mit mir redest.“ Trotz seiner Aufforderung klingt seine Stimme wenig gebieterisch.
Dörte hält seinem Blick nur mühsam stand. An seinem Gesicht versucht sie abzulesen, was er denkt, ob er verärgert ist, wütend oder enttäuscht. Doch seine Miene verrät nichts.
„Ja, Chef“, antwortet sie brav, um ihm keinen zusätzlichen Grund zu liefern, ihr böse zu sein.
„Habe ich gesagt, dass wir in einen Club gehen?“, fragt Olav.
„Nein, aber…“
Olav unterbricht sie sofort. „Nichts aber! Ich erwarte, dass Du zuhörst, wenn ich mit Dir rede und mir nichts in den Mund legst, was ich nicht gesagt habe.“
Olav hat leise, jedoch sehr bestimmt gesprochen. Dörte beeilt sich daher mit ihrer Zustimmung.

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