Enthüllung

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Enthüllung

Enthüllung

Anita Isiris

Ich stelle mir vor, dass sie im Schneidersitz auf ihren Betten hocken, die Betrachter, und sanft ihre erigierten Glieder reiben, ganz sanft. Ich lasse mir Zeit mit Masturbieren. Den Dildo führe ich erst ganz zuletzt ein. Alles bis zu diesem Moment ist Fingerspiel, leidenschaftliches, zärtliches Fingerspiel an meinen Venuslippen und an meiner Cliti. Zwischendurch trinke ich einen Schluck Evian.

Schmetterlingsflügel. Wie Schmetterlingsflügel gleiten meine Finger über mich und in mich. Worauf die Kameras zoomen, weiss ich nie so genau. Ist auch egal. Ich bin eine öffentliche Frau, jeder darf mich sehen. Mittlerweile bin ich aber derart bekannt, dass ich mich in München – und auch im übrigen Europa – nicht mehr zeigen kann auf offener Strasse. Die Australier sind da cooler – und haben zudem andere Sorgen, als sich des Abends eine nackte Schwangere reinzuziehen auf ihren Screens. Australien verdurstet. Die Leute sind auf der Suche nach Wasser. Der Aufwand, den sie getrieben haben, um mich „kamerafertig“ zu machen, wie sie sich ausdrücken, ist gigantisch: Nicht weniger als 10 Visagistinnen haben an meinem Gesicht herumgepudert, gepeelt und gezupft. Mein Hals und meine Brüste werden mit Feigenextrakt behandelt – einem fast unerschwinglichen Luxusgut. Um Dehnungsstreifen an meinen Oberschenkeln zu verhindern, werde ich täglich von zwei Masseuren bearbeitet. Diese Behandlungen sind wirklich sinnlich und werden nicht gefilmt. Ein ganz klein wenig Privatsphäre also.

Rono, der eine der beiden Männer, hat eine Speziallizenz erhalten für meinen Hintern. Er hat eine Art, meine Pobacken zu kneten, die mich rasend macht. Er träufelt warmes Oel auf mein Kreuz. Rückt das Kissen in meiner Leistenbeuge zurecht, so, dass mein Po sich ihm entgegenreckt. IHM. Kreisförmig massiert er die duftende Essenz mit Fingerspitzen in mich rein. Er lässt auch Anus, Damm und Muschi nicht aus. Ich lechze nach Zuwendung, nach Liebe, nach Berührung. Auch wenn Rono ein Mann ist und mich nach Männerart berührt da unten: Ich lasse ihn gewähren. Mein Körper war nie so empfindlich wie gerade jetzt, im 8. Monat. Er lässt mich beinahe kommen jedes Mal – aber nur beinahe.

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Gedichte auf den Leib geschrieben