Entscheidung

Verloren in einer Welt aus Liebe und Sex - Teil 5

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Jo Diarist


„Das geht dich gar nichts an. Du hast dir alle Optionen offen gehalten und mich im Ungewissen gelassen“, versuchte sie kontern.
Ich war verletzt, obwohl ich es geahnt und sie zu einem Teil recht hatte.
„Ach ja? Hast du nicht immer wieder gesagt, du gehörst mir mit Leib und Seele? Hast du nicht selbst die Regeln festgelegt und bestimmt, dass jeder von uns zu jeder Zeit die Beziehung beenden kann, aber offen ohne Hinterhalt?“
„Ich nahm an, du hast sie schon beendet“, antwortete sie kaum hörbar.
„Offen? Deutlich?“
Gina schüttelte den Kopf und die Augen bekamen einen feuchten Glanz.
„Wie oft habt ihrs schon miteinander getrieben?“
„Wen meinst du? Du kennst ihn nicht“, stammelte sie.
„Natürlich kenne ich ihn! Er ist schließlich mein Arbeitskollege und auf alle Fälle habt ihr nach dem Unfall gefickt, da bin ich mir ganz sicher.“
Erste Tränen quollen aus Ginas Augen.
„Ich hab dir von Anfang an gesagt, dass ich ab und zu mal einen anderen Schwanz brauche und ...“
„Und ich habe das schweren Herzens akzeptiert, aber auch Bedingungen gestellt! Du solltest es mir sagen, wenn es passiert. Möglichst vorher, damit ich mich darauf einstellen kann. Aber wichtiger noch ist die Bedingung, dass Liebe dabei keine Rolle spielt.“
„Wer sagt dir, dass ich ihn liebe?“
„Bei dir bin ich mir nicht sicher, aber Torsten ist bis über beide Ohren in dich verknallt. Das kann selbst der Dümmste sehen."
Gina schniefte leise.
„Und jetzt? Ist jetzt alles aus?“
„Wie oft?“
„Das ist doch egal“, kam es kleinlaut zurück.
„Wie oft?“
„Nach dem Unfall und in der letzten Nacht.“
„Warum?“
„Ich weiß es nicht ... Es hat sich einfach so ergeben“, stammelte sie wieder.
„Einfach so ergeben, hm, hm. War es nicht eher so, dass du damit den Unfall wieder gut machen wolltest? Oder wolltest du mich bestrafen, weil ich das Billard abgesagt habe?“
Gina hob zum ersten Mal die Stimme und antwortete in überzeugendem Ton:
„Nein, nicht Bestrafen! Ja, ich war wütend auf dich.

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