Mein Traum wäre ein Kosmetikstudio, ein Haarsalon oder ein Nagelstudio, ich könnte alle Arbeiten machen, die man da können muss, ich bin sehr geschickt, aber mir fehlen die Geräte und die Materialien. Viel verdienen würde ich aber auch nicht, denn die Frauen, die zu mir kämen, haben selbst kaum Geld, aber vielleicht könnte man Tauschgeschäfte machen. Das Leben ist hart, ich kann nicht regelmäßig arbeiten gehen, mein Kind soll nicht immer bei den Großeltern sein. Aber nächstes Jahr kann ich es in die Kinderkrippe geben und mir eine Arbeit suchen. Ich bin jung und optimistisch und vielleicht finde ich jemanden, der mir hilft.“
Er war gerührt, hörte sich ihre Geschichte an, zeigte Mitleid, sagte, dass er sie so schön und attraktiv gefunden habe, gestern in dem Park und dass er sie deswegen unbedingt wiedersehen wollte und dass sie jetzt noch schöner und begehrenswerter sei, weil sie es so schwer habe. Sie schien nicht erstaunt zu sein, weil sie sich ihrer Wirkung auf Männer vermutlich bewusst zu sein. Warum sie am Vormittag nicht wie versprochen zur Disko gekommen sei, wollte er dann wissen, wegen des Regens?. Sie schaute ihn amüsiert, fast mitleidig an. Nein, nicht wegen des Regens, Regen würde ihr nicht viel ausmachen, aber sie lasse sich nicht auf jeden ein, schon gar nicht auf einen Fremden, den sie noch nicht einmal richtig kennen würde. Er solle sich nichts einbilden. Sie habe ihm ein Treffen nur vorgeschlagen, weil er ihr leidgetan habe, weil er so einsam war und so traurig geschaut habe. Er gestand ihr darauf, dass sie ihm wegen ihrer traurigen Augen gefallen habe und er sie auch deswegen wiedersehen wollte, um zu sehen, wie sie aussieht, wenn sie fröhlich ist. Darauf meinte sie, dass sie sich gut vorstellen könne, mit ihm einmal auszugehen, sie hätte nichts gegen ältere Männer, die seien ihr lieber als die jungen, lieber als solche Machotypen wie ihr Freund.
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