Yoani erzählte ihm von ihrem Leben, von ihrem Kind, von dem täglichen Kampf um das Überleben, die ständige Suche nach Geld, aber auch, dass er ihr gleich gefallen habe, gleich als sie die Bar betreten hatte,. Ob er es glaube oder nicht, aber sie habe sich in ihn verliebt, das sei wirklich wahr. Er war gerührt, glaubte ihr kein Wort und wollte vor allem noch eine Sache wissen. „Wenn ich dir so gefallen habe, warum hast du mir dann das Schlafmittel in diesen verdammten Cocktail geschüttet und mir auch noch fast mein ganzes restliches Geld geklaut? Und noch eine Frage, haben wir zusammen gevögelt oder nicht, ich kann mich wirklich nicht mehr erinnern?“ Sie schaute ihn entsetzt an. „Ich habe so etwas nicht getan. Niemals hätte ich solch eine Gemeinheit getan? Du musst dich täuschen, ich war es jedenfalls nicht.“ Dann fiel ihr etwas ein. „Dieser Antonio, dieses Schwein, der war es. Ich weiß, dass er mit solchen Tricks arbeitet.
Er wollte mich auch schon dazu bringen mitzumachen, aber ich bin ein ehrlicher, anständiger Mensch. Ich würde niemals jemanden, den ich mag, so hereinlegen. Ja, ich versuche an mein Geld zu bekommen, ich versuche durch Verhandeln mein Geschenk zu verbessern, aber nur durch Worte und Schmeicheleien, nie durch Gewalt oder gar mit Diebstahl. Ich fand es sehr traurig, dass du eingeschlafen bist, bevor wir zur Sache kamen, aber ich dachte du bist erschöpft von einem langen Tag. Ich bin dann einfach gegangen, ohne etwas mitzunehmen. Ich werde mit Antonio reden, er soll dir das Geld zurückgeben und dann kannst du mir immer noch ein Geschenk machen, wenn du willst, aber ich überlasse es dir, weil ich dich liebe und es mir mit dir gefällt. Du musst wissen, dass es mit dir nicht wie sonst ist, es ist, ob du es glaubst oder nicht, als ob ich verliebt wäre. Als ob ich ein junges Mädchen wäre, das sich in einen reifen Mann verliebt hat.
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