Er sei mit ihrer besten Freundin, der mit den blonden Haaren, ans Meer gefahren und sie würden erst wieder am Montag zurückkehren. Das alles sprudelte aus ihr heraus, das alles musste sie ihm sagen, auch dass sie so froh sei, er wisse nicht, wie froh sie sei, dass sie ihn noch einmal getroffen habe, sie habe es selbst nicht mehr geglaubt, aber jetzt würde sie ihn nicht mehr loslassen und ihm alles geben, was er sich nur wünschte, was er sich nur vorstellen könne und dass es ihr so leid täte, dass sie ihm das nicht schon viel früher, schon gleich gestern Abend, gesagt hätte. Bei diesem Ausbruch und vor allem bei diesem Angebot wurde ihm ganz schwindelig, er wollte nicht glauben, was sich da vor seinen Augen abspielte und was er da gerade hörte. Doch vor allem konnte er kaum glauben, was nun mit ihm selbst geschah, was er nun tat und wie er reagierte. Schon beim Anblick seiner bezaubernden Angela, die ja immer noch in seinem Kopf herumspukte, war er schwach geworden, trotz der nicht weniger attraktiven Yoani, die fassungslos danebenstand und zunächst die Ereignisse kommentarlos beobachtete. Sein Widerstand schmolz vollends dahin, als er ihre Worte hörte, ihre Umarmungen spürte und ihr heißen Küssen schmeckte. Es war ein eindeutiges, unmissverständliches Angebot und war nur noch total schwach und saudumm.
Seine ganzen Gefühle, die noch vor ein paar Minuten Yoani gegolten hatten, an die er sich beim Tanzen voller Lust gedrückt hatte, fokussierten sich sofort und ausschließlich auf den Engel, der heute keine traurigen Augen hatte, dessen Augen nur so strahlten vor Glück, die allein mit dieser Ausstrahlung einen eingefleischten Asketen umgestimmt hätten. Seine schlagartige Veränderung bemerkte Yoani natürlich sofort. Sie hatte Übung darin, Männer zu beurteilen, aber in diesem Fall hätte es auch ein Blinder bemerkt, und es war ihr sofort klar, dass dieser Kerl für sie verloren war.
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