Entscheidungen

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Yupag Chinasky

Sollte sie ihn kampflos aufgeben? Hatte sie eine Chance gegen dieses junge Ding, das sie mit ihrer jugendlichen Strahlkraft spielend übertrumpfte? Nein, beschloss sie, das lohnt sich nicht, aber ungeschoren soll dieser Verräter auch nicht davon kommen. Noch ehe es ihm selbst klar war, dass er ein Verräter war, noch ehe er sich überhaupt richtig entscheiden konnte, mit welcher dieser beiden so unterschiedlichen Frauen er den Rest der Nacht und den folgenden Tag verbringen wollte, schuf Yoani Fakten. Sie wartete noch den nächsten Tanz ab, zu dem ihn die junge, geile Chica gleich gedrängt hatte und beobachtete, wie diese sich an ihr Opfer, an ihren Mann für diese Nacht, mit voller Verve heranmachte, sich an ihn drückte, ihn auf offener Bühne abküsste, kurzum, ihn mit diesem Tanz vollständig verführt und für sich eingenommen hatte. Das war der willkommene Anlass, den Yoani noch brauchte, um die Trennung und ihren Abgang perfekt zu machen. Als die beiden an den Tisch zurückkamen, er immer noch völlig benommen, gar nicht wissend, was ihm gerade widerfuhr, verkündete sie klipp und klar, er sei ein Arschloch und sie könne auf ihn verzichten und würde jetzt gehen, ohne ihn, aber nicht ohne das Geschenk, das er ihr versprochen habe und ihr noch schulde.

Er solle ihr das Geld jetzt sofort geben, dann würde sie verschwinden, ohne Theater zu machen und er könne mit dieser jungen Nutte, wie sie Angela beharrlich bezeichnete, glücklich werden. Ohne seine Antwort abzuwarten, fuhr sie fort, wenn er das nicht täte, würde sie ein ganz großes Geschrei anfangen, es würde sehr unangenehm für ihn werden, sie würde bestehen, dass man die Polizei rufe, das sei schon schlimm genug, aber es käme noch dicker für ihn. Sie würde verkünden, dass er sie vergewaltigt habe, Antonio würde ihre Aussage bestätigen, er würde als Zeuge beeiden, dass sie von ihm im Hotel gegen ihren Willen missbraucht und vergewaltigt worden war.

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