Erdbeerkuss - Teil 7

Puppenspieler

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Erdbeerkuss - Teil 7

Erdbeerkuss - Teil 7

Madam Lasterhaft

Mit seinen angewinkelten Fingern glich Manfreds Hand einer Spinne, die sich in ihrem Netz verfangen hatte. Mit kippenden Bewegungen versuchte er durch Neigung des Spielkreuzes die vielen Fäden zu entwirren. Zehn an der Zahl. Zu viele für Manfred. Drei Meter unter ihm stand die blondlockige Praktikantin. Kaum einen Augenschlag machend blickte sie mit ihren großen Augen die fast drei Meter zu ihm hinauf. Stützte sich mit einer Hand über ihrem nietenbehafteten roten Ledergürtel ab. Ihr Fledermausoberteil ließ den Stoff am Oberarm nach unten hängen. Mit der anderen Hand fingerte sie eine Zigarettenverpackung aus ihrer Gesäßtasche und zog mit ihren weißen, ebenmäßigen Zähnen eine Kippe heraus.

„Doch gar nicht so banal, wie du dachtest, he?“ gab sie nuschelnd nach oben. „Das hast du dir wohl daheim mit deiner Spielzeugmarionette anders vorgestellt? Dachte du bist geübt im Puppenspielerhandwerk und die Püppies schmelzen in deinen Händen. War wohl doch mehr Schein als Sein?“, fragte sie weiter. „Ich geh jetzt eine rauchen. Bis ich zurückkomme, solltest du es im Griff haben sonst dreht der Chef durch. Bis nachher.“, sagte sie, während sie die Zigarettenpackung verschwinden ließ und in großen Schritten zum Notausgang hinausstiefelte. Schwer fiel die Tür ins Schloss. Was für eine Granate sie war. Unschuldiger, blonder Lockenkopf gepaart mit Egoismus und rauchiger Stimme. Manfred schluckte. Irgendwie musste er sich mit diesem Räucherstäbchen-Engel mit den lustigen Sommersprossen und Grübchen gutstellen, um den Studentenjob zu behalten. Sie sah blendend wie ein Cowgirl aus einer Zigarettenwerbung aus.

Vor seinem inneren Auge sah er Marina, wie sie ihn auslachte, als er sich zunächst für die Requisite beworben und dafür extra in einer Tonwerkstatt an der Hauptstraße einen Kurs belegt hatte. Ein Atelier sollte den Verstand von Kunst, die Manfred zu Eigen war verstehen können. Schicht für Schicht freilegen und der Welt zugänglich machen. Mit zittrigen, glitschigen Fingern hatte er lange, lange an dem Sockel für eine Stehlampe gearbeitet. Gespürt wie der Ton an seinen Armhaaren ziepte, als er an den äußeren Stellen trocknete. Seine Flüche unterdrückt, wenn das Teil zusammenfiel. Seine Wut beim Luftblasenschlagen herausgelassen. Mit einem Auge beobachtet wie die anderen mehr und mehr zu ihrer Form fanden. Sich zufrieden ihren Werken widmeten und dann schnell wieder zu ihren Meisterwerken schauten als sie Manfreds desaströses Tonmonster sahen.  Die Kursleiterin war, als er die einhundertfünfzig Euro mit seiner Karte bei der Abholung bezahlt hatte, immerhin zu einem mütterlich sanften Lächeln geneigt und dem Kommentar „Ach wissen Sie, in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. Bleiben Sie dran, wir bringen ihr Talent auf Hochglanz.“ Mit ihrem Blick beim nächsten Kunden ließ sie ihm seinen schweren Klumpen in die Hände fallen, der in seiner weißen Plastiktüte wie ein zerdrücktes Ei aussah. Mit einem dumpfen Geräusch wurde der Tonklumpen auf dem Parkett der WG abgesetzt. Marina konnte ihre Finger nicht stillhalten und wickelte es auf. Wie ein neugieriger Hund schnüffelte sie nach Ergebnissen. Sie schaute ihn mit einer Mischung aus Mitleid und Spott an. Für diesen Blick würde Manfred sie entweder wieder über Stunden beim Monopoly demütigen oder hart nehmen. Er war sich noch nicht ganz im Klaren. Letztendlich wurde es dann beim Stöbern der Internetseite doch die Stelle als Hilfskraft der Marionettenabteilung.

Manfred ging die möglichen Schwachstellen der Marionette nochmal durch. Kontrollierte die Kopffäden, Fußfäden und so weiter. Sein Rücken meldete sich. Auf Gedeih und Verderb wollte er der Puppe Leben einhauchen. Der Kipppunkt war erreicht. Er hängte oben das Spielkreuz ein, griff zu einer Schere und stieg die Treppen hinab. Schnipp Schnapp. Wie gut sich das anfühlte. Wie ein kleiner befreiender Orgasmus. Mit seinen Fingerspitzen entwirrte er die Fäden, als würde er hindurchkämmen. Jetzt noch ein neuer Knoten an jeden Faden, dann wäre das Problem gelöst. Warum hatte er nicht gleich daran gedacht? Mit schnellen Schritten stieg er nach oben auf die Brüstung, drückte die Fadenreste in seine Tasche und legte die Schere an Ort und Stelle. Im nächsten Augenblick traf das helle Tageslicht seine Augen. „Und, fertig?“ hallte es durch den Raum. „Ja alles wie vereinbart.“ Erwiderte Manfred und beugte sich nach hinten, um seinen Rücken zu entlasten. In einer halben Stunde war die Probe. „Gut. Folgen.“ sagte der blonde Lockenkopf und schritt den Gang entlang. „Hier, verteil jeweils eine auf die markierten Sitze.“ Zeigte sie mit spitzem Finger. Manfred griff sich die Goodie Bags wie einen Strauß Blumen und setzte die Teile an die richtigen Orte. Wenn die Presse zum Probentermin schon kam, sollte alles seine Ordnung haben.

Endlich Pause. Mit angewinkelten Beinen saß er im hintersten Eck hinter den Kulissen und beobachtete, wie ein Pressefritze nach dem anderen Platz nahm. Alle waren auf Position, der Vorhang ging auf. Es konnte losgehen. Manfred durchzog ein Lavastrom. Denn plötzlich fiel ihm siedend heiß ein, dass er die Fäden wegen der Eile erwischt zu werden nicht mit einem Doppelknoten gesichert hatte. Doch es war es zu spät für Korrekturen. Wenn das mal gut ging! Ein Teil wollte sich schon jetzt aus dem Staub machen und damit den Tageslohn hinwerfen. Das Kind im Manne wünschte sich für einen Moment eine starke Schulter. Ein anderer Teil wartete ab, ob vielleicht doch etwas Glück für ihn im Spiel war. Die Praktikantin schob sich den Mund voll mit Chips, die sie dem Automaten im Flur entlockt hatte. Manfred konnte das kauende Geräusch neben seinem Ohr nicht weiter ertragen und schaute sie genervt an. „Was?“, sagte sie mit gefülltem Chipsmund. Fortuna hatte sich auf die Kanaren oder sonstigen Ort der Erde verzogen. Hier hatte sie keinen Job angenommen. Zunächst kippte der Kopf der Puppe nach vorne als wäre sie in Ohnmacht gefallen. Dann zogen die Fäden an den Armen nach und ließen sie wie ein Galgenmännchen da hängen. „Scheiße!“, hörte er es schon von oben fluchen. „Oh, ich verstehe! Tja Manni, das wars dann wohl mit uns, was?“, hörte er durch seine Blase noch hindurch. Er beobachtete wie fremdgesteuert, wie der Vorhang rüttelnd zugezogen wurde, der Samt schwer hin und herschwang. Sein Mund formte ein „Tut mir leid.“ Während er zur Stelle ging, um es gut zu machen. „Weg da.“ Wurde er beiseitegeschoben und zum Zuschauen der Schadensbegrenzung verdonnert. Da stand er machtlos, wie zugeschnürt und bereit zum Versand. „Was für eine Blamage. Scheiße! Was, der Dilettant steht hier noch da? Glaubst du im Ernst ich bezahle das, was du da angerichtet hast? Verpiss dich!“ bellte der hochrote, vor Aufregung spuckende Tomatenkopf des Bühnenleiters ihm entgegen.

Mit groben Fingern griff er den Hüftgürtel an ihrer zarten Spitze und bohrte seinen Lümmel in Marinas offene, nasse Spalte. Mit ihrem hitzigen Gestöhne war es kaum fünf Minuten her, dass er sie entblättert und ihr den Spott aus dem Leibe gefickt hatte, bis ihr Gesicht von jeglicher Beherrschung verlassen danach flehte von ihm genommen zu werden. Mit schnellen Schlägen ließ er seine Handflächen klatschend auf den wackelpuddingartigen Pobacken niedersausen, bis sie ein zartes rosa annahmen. Marina quittierte jeden der Klapse mit wohligem Stöhnen und pulsierender Grottenenge. Ihre Knie waren bestimmt schon rot geschrubbt. Im Schlafzimmerspiegel sah er ihren flachen Bauch und das Piercing vor und zurückschießen so schnell holte sie sich ab, was sie brauchte. Ihr roter Lippenstift hatte sich, nachdem sie ihm ausführlich einen geblasen hatte um ihren Mund herumverteilt und die dunkel geschminkten Augen waren verschmiert. Sie erinnerte ihn an eine der Puppen aus dem Theater, die er nun steuern konnte. Nur in echt und ein wenig neben dem, was die Öffentlichkeit zu sehen bereit war. Für ihn war sie die perfekte durchgenommene Hauptdarstellerin seiner Luststückes.

Marina ließ ihn tief in sich hinein. So tief er sie durchwühlte, es war eine einzige Lust. Manfred zog seinen Prügel raus und beobachtete, wie die Grotte sich zusammenzog, als würde sie als eigener Organismus atmen. Marina verstand und drehte sich auf den Rücken wie eine unterwürfige Katze. Mit festem Griff nahm er ihre Fesseln und schlug seinen Lümmel an ihre Muschi. Marina wollte ihre Beine öffnen, doch er ließ sie nicht. Noch nicht. Dann drückte er ihre Oberschenkel ein paar Spuren sanfter nach außen und rieb ihre dicke Klitoris mit seinem Daumen. Seine rote Penisspitze lauerte am Eingang und drückte sich Millimeter für Millimeter in die Dunkelheit. Dann kam ein dicker, tiefer Stoß der ihre Lust wie ein Katapult nach oben schießen ließ. Das wiederum brachte Manfred zur kurzen Abstinenz seiner Beherrschung. Schon fand er sich tief in ihr und stellte fest, dass sie ihn mit ihren Füßen umklammert hatte und führte wie einen lebendig gewordenen Dildo mit Mann dran. „Na gut, wenn du es so willst, dann sollst du es bekommen.“ Dachte er sich, während er sie an den Schultern hielt und sich mit dem Rücken auf den Boden sinken ließ. Marina fädelte ein und drehte sich nach vorn. Die absolute Todesstellung für die beiden. Marina fächelte sich, dessen bewusst, kurz Luft zu und begann ihr Becken zu heben. Manfred ließ sie gewähren und genoss, wie sie ihn einritt. In einer steten Bewegung war sein Moment gekommen. Er spannte seinen Po an und reckte sein Becken nach oben. Seinen Stachel drückte er somit an die perfekte Position. Der Zeitpunkt des Showdowns war gekommen. Mit durchgebogenem Rücken ließ Marina schreiend herauskommen was herauskommen wollte. Manfred spritzte alles, was er hatte in die heiße Vagina.

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