“, kam es gedehnt zurück. „Torsten, woher weißt du das von Claus-Peter?“, fragte Inga und schien jetzt hellwach zu sein!
„Weil ich gerade am Grab deines Sohnes war und gesehen habe, dass dein Mann verstorben ist!“
„Aber was machst du an Sörens Grab?“, fragte sie jetzt mit etwas Misstrauen in der Stimme.
„Weil ich jedes Jahr zu seinem Todestag zum Grab fahre, um für einen kurzen Augenblick in deiner Nähe sein zu können und dir einen Blumengruß zu hinterlassen!“
„Du warst das?“ Kam plötzlich die Erkenntnis! „Und ich dachte immer einer seiner Freundinnen wäre es gewesen?“
„Wo bist du jetzt!“, fragte Inga impulsiv.
„Immer noch auf dem Parkplatz am Friedhof!“
„Oh, kannst du nicht zu mir kommen?“
„Das könnte ich, ich weiß aber nicht ab das so gut wäre?“
„Warum nicht?“
„Weil du dich in den letzten zwanzig Jahren nicht einmal bei mir gemeldet hast, obgleich du wusstest, dass ich geschieden bin! Und es auch nicht für nötig gehalten hast, mich vom Ableben deines Mannes zu unterrichten. Wir hatten uns vor vielen Jahren Mal etwas versprochen, aber daran erinnerst du dich scheinbar nicht mehr.“
„Bitte komm zu mir!“, sagte sie mit einem bettelnden Unterton.
„Ok!“, sagte Torsten. „Erinnerst du dich noch, was du getragen hast, als ich das letzte Mal bei dir im Haus war?“ Ohne eine Antwort von Inga abzuwarten, drückte er den roten Hörer auf seinem Handy und steckte es in die Tasche.
Er startete den Motor, fuhr aber noch nicht gleich los. Er wollte Inga noch etwas Zeit lassen, vielleicht fiel ihr ja ein, was sie damals getragen hatte?
Vom Friedhof bis zu Ingas Haus waren es nur wenige Minuten.
Torsten klopfte das Herz bis zum Hals, als er den Weg bis zur Haustür hinauf ging. Zögerte erneut, drückte aber dann den Klingelknopf. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis er eine Bewegung hinter der Glasscheibe wahrnahm und dabei waren nur Sekunden vergangen.
Erinnerung
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