Erinnerungen an die dralle Chefin

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Erinnerungen an die dralle Chefin

Erinnerungen an die dralle Chefin

A. David

„Wie willst du dich vorbereiten? Musst du ins Trainingslager?“ Sie grinste spöttisch.

„Ich weiß nicht so recht…“

„Jetzt sei nicht so eine Memme. Es geht um deinen Job!“

„Und wenn ich sage, ich möchte das nicht…?“

„Dann bist du raus und Markowski behält seinen Job. Ganz simpel. Ich hatte dich aber anders eingeschätzt.“

„Naja, es geht ja auch nicht nur um mich. Es geht ja auch um meine Freundin Simone. Wenn ich danach nach Hause komme und sie merkt etwas…“

Zwei Seelen tobten in meiner Brust. Diese Wahnsinnsfrau mit den Hammertitten wollte offensichtlich, dass wir hier und jetzt eine Nummer schieben. Etwas, von dem ich schon urlange geträumt habe, könnte Wirklichkeit werden. Ich könnte ihre Hupen anfassen und sie dort lecken, wo es ihr Spaß machen würde. Aber dass Kolleginnen und Kollegen, die an diesem Freitagnachmittag noch da waren, etwas davon mitbekämen, behagte mir nicht. Und ich wollte auch Simone, meine damalige Freundin - da waren wir noch nicht verheiratet - nicht betrügen.

„Oh, sie merkt ganz sicher etwas, wenn deine Knie wackelig sind und du kaum noch stehen kannst. Aber, wenn du willst, erkläre ich es ihr. Sie hat bestimmt Verständnis. Es geht ja immerhin um deinen Job. Vielleicht musst du ja auch mal bei einem Kunden etwas Ähnliches machen.“

Was wurde das denn jetzt? Ich sollte mich sehr persönlich für Aufträge einsetzen? Und sie würde es Simone erklären? >Du, ich hab mir deinen Freund mal zur Brust genommen. Nimm‘s nicht persönlich, es ging um seinen Job. Ich musste seine Fähigkeiten auf Herz und Nieren testen. Das verstehst du doch, oder?<

Sie erriet meine Gedanken und registrierte meine Nervosität. Ihr konnte man nichts vormachen.

„Also, Marie hat mir gesagt, dass du gar nicht so schlecht dabei bist. Zumindest bei der letzten Weihnachtsfeier warst du kein Kind von Traurigkeit.“

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