Erotische Leserunde

Erotischer Sommer in der Toskana - Teil 15

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Erotische Leserunde

Erotische Leserunde

Franck Sezelli

Am Abend saßen die vier jungen Leute wieder einmal zusammen in Daniels Zimmer. Es war eben das größte im Bungalow. Eigentlich waren alle rechtschaffen müde. Die Sonne brannte heute besonders unbarmherzig vom Himmel und laugte alle aus. Sie hatten zwar alle ihre Siesta gemacht, jeder für sich allein diesmal, kein Wunder nach dem kräftezehrenden Vormittag in der Schreiberecke, wie sie diesen verschwiegenen Winkel nun für sich nannten. Allein also, und nachmittags waren sie oft im Wasser zum Abkühlen, aber der Tag hatte sie geschlaucht.
Claudia war über eine Stunde bei Hans gewesen, neuerdings bat er sie öfters, machte bisher aber nur schnelle Bleistiftskizzen, ohne sie ihr zu zeigen. Sie meinte, er hat eine Idee für ein Gemälde, muss diese aber erst einmal setzen lassen, und probiert eben Verschiedenes.
Auch Sandra war eine Zeitlang beschäftigt gewesen. Sie saß Modell bei Uta für eine kleine Büste, die diese aus Ton formte. Die Künstlerin lobte sie bei dieser Gelegenheit sehr für ihren Mut, sich jetzt auch mit haarlosem Schoß zu zeigen und bekräftigte sie in der Auffassung, dass dies viel ästhetischer sei. Im Übrigen erntete Sandra bei der abendlichen Zusammenkunft zum gemeinsamen Essen weitere Bewunderung durch anerkennende Blicke und auch offen ausgesprochenes Lob wie von Eva.
Jetzt waren sie zwar alle müde, hatten aber keine Lust, ins Bett zu gehen. Da fiel Daniel wieder etwas ein. »Sagt mal, hat uns der Schriftsteller nicht eine seiner Geschichten mitgegeben? Wer hat die eigentlich?«
»Claudia, hast du die nicht mitgenommen?«, erinnerte sich Sandra.
»Richtig!«, antwortete die Angesprochene, »ich habe den Umschlag in meinem Zimmer.« Schon sprang sie auf, um ihn zu holen. Als sie zurückkam, entbrannte ein kleiner Streit darüber, wer den Zettel vorlesen dürfe. Schlussendlich einigte man sich auf Daniels Vorschlag auf ein Losverfahren. Er selbst verzichtete von sich aus und überließ das Vorlesen den Weibern. Schnell hatte er drei Streichhölzer in der Hand und ließ die Mädchen ziehen. Franziska zog das kürzere, womit sie diesmal eben nicht den Kürzeren zog, sondern sozusagen das große Los. Schließlich wollten alle drei die Geschichte, die sie selbst noch nicht kannten, in der Runde zum Besten geben.
Konzentriert sahen Sandra, Claudia und Daniel zu, wie Franziska das Blatt aus dem Umschlag holte und auseinanderfaltete. »Nur eine Seite!«, stellte sie ein wenig enttäuscht fest.
»Das hat uns Frank doch erklärt«, beeilte sich Claudia zu entgegnen, »das ist für eine Anthologie, wo jede Kurzgeschichte auf nur eine Seite passen soll.«
»Ist mir irgendwie entgangen«, entschuldigte sich die Angegriffene.
»Ist ja nicht so schlimm! Ich sag’s halt nochmal, damit es alle wissen. Du warst ja noch gar nicht wieder richtig beisammen, als Frank das erklärt hat, Franzi. Daniel hatte dich doch gerade richtig durchgenommen. Seine Schuld, wenn du nachher nicht gleich alles so richtig mitbekommen hast.«
Franziska schaute Daniel lächelnd an, der fast verlegen das Lächeln erwiderte.
»Ist hier jemand eifersüchtig?«, fragte der junge Mann selbstbewusst. »Meines Wissens hat doch jede ihr Teil bekommen!«
»Ist gut, mein Lieber«, ließ sich Claudia begütigend vernehmen, »war doch nicht böse gemeint.«
Sandra wurde ungeduldig: »Wollen wir nicht endlich mal mit der Geschichte anfangen? Mach los, Franzi!«
»Als Überschrift steht hier Der Preis von Frank Selzeller«, begann die Ausgeloste mit ihrer Aufgabe.
»Warte mal!«, unterbrach Daniel, »der Mann heißt Frank, das wissen wir, aber der Nachname Selzeller ist doch etwas seltsam – oder findet ihr nicht?«
»Wieso seltsam?«, fragte Sandra. »Ist eben ein Name, da gibt es so viele verschiedene.«
»Selzeller – habe ich noch nie gehört!«, Daniel echauffierte sich etwas. »Ich glaube, das ist kein echter Familienname. Bestimmt ist das ein Pseudonym. Vor allem, wenn er Erotisches schreibt, wie er sagt.«
»Ist doch egal, wie er heißt, ob Pseudonym oder nicht! Wir kennen ihn. Lass doch mal hören, wie erotisch das ist!« Sandra wollte es jetzt endlich wissen.
Also las Franzi nun endlich den Text vor, die Zuhörer schwiegen und lauschten.

***

Der Preis

Es ist ein tolles Gefühl, wie ich hier verwöhnt werde. Wem mögen diese zärtlichen Lippen gehören, die an der zarten Haut knabbern?
Das Blut pulsiert heftig im Rhythmus von French Kiss. Jetzt stülpt sich ein feuchter Mund über die Spitze, nimmt so viel wie möglich von mir auf.
Instinktiv stoße ich das Becken vor, um noch tiefer hineinzugelangen.
Da! Abrupte Stille. Der Mund zieht sich zurück, der nächste übernimmt regelgemäß seinen Platz. Die Musik setzt wieder ein.
Gefühlvoll leckt die Zunge unten am Schaft, rauf und runter, bis zu meinem Beutel. Das vereinbarte Zeichen war das aber nicht.
Die Idee dazu kam von der scharfen Susi, nachdem ich mich zu dem im Klub sehr beliebten Wettspiel gemeldet hatte. Die freche Rothaarige versprach, mich im Erfolgsfall zu ihr einzuladen, um den begehrten Preis dann gemeinsam zu genießen – und vielleicht noch manches mehr.
Es ist, als sei ich auf meinen Schwanz reduziert: mit Augenbinde und auf dem Rücken gefesselten Händen. Ich kann mich kaum noch zurückhalten: Die vier mitspielenden Frauen beherrschen die Kunst der Fellatio meisterhaft. Jede will meinen Saft zuerst!
Jetzt! Eine Zunge klopft fest von unten gegen meinen linken Hoden, ehe der zugehörige Mund meine Eichel aufnimmt. Susi!
Wieder Pause und Wechsel! Noch dreimal: genießen und trotzdem durchhalten!
Klopfen, dann heftiges Saugen. Ich komme …!
Perfekt! Susi gewinnt wie geplant den Champagner!

***

Franzi legt das Blatt aus der Hand und lehnt sich zurück. Alle drei Zuhörer sehen sich gegenseitig an.
»Das könnte dir gefallen, stimmt’s?«, wendet sich Claudia direkt an Daniel.
»Na ja, wäre sicher eine Erfahrung wert«, gibt dieser leicht errötend zu.
Sandra schaut in die Runde. »Habe ich das richtig verstanden? Das war so eine Art Blasen um die Wette? – Nicht um die Wette, das meine ich nicht, aber trotzdem ein Wettkampf?«
»Ja, nacheinander kümmern sich Frauen um einen Mann, der nichts sieht. Gewonnen hat die, bei der er kommt. So habe ich das beim Vorlesen verstanden.« Franziska suchte Bestätigung in der Runde. »Beim Vorlesen ist das Verstehen manchmal noch schwerer als beim Zuhören, wenn man den Text nicht kennt.«
»Aber das ist doch ziemlich zufällig, bei wem der Mann kommt«, gibt Daniel zu bedenken.
»Genau! Deshalb ja auch die Musik, die offenbar von jemandem an- und ausgeschaltet wurde, der das Ganze nicht beobachtet, sonst wäre es ja ungerecht.« Claudia schien die Geschichte durchschaut zu haben. »Wenn ich mir das so vorstelle, bekomme ich schon wieder richtig Lust, an einem Schwanz zu lutschen. Was sagst du, Dani?«
»Das freut mich! Aber heute nicht mehr, ich bin irgendwie geschafft.«
Sandra hatte immer noch ein paar Unklarheiten. »Wo spielt sich das denn überhaupt ab? Ein Puff kann es doch nicht sein? Die Nutten machen doch keinen Wettstreit untereinander – oder?«
Franziska meinte: »Im Klub, stand da. Also wohl ein Sex- oder Pärchenklub für Partnertausch.«
»Neuerdings heißen die Swingerclubs, habe ich gehört. Ist aus Amerika gekommen.« Claudia war wieder einmal bestens informiert in diesen Dingen.
Sandra wieder: »Aber die haben ja betrogen!«
Claudia: »Die Swinger? Nein, die machen das in gegenseitigem Einverständnis.«
»Nein! Doch nicht deine Swinger! In der Geschichte!«
Franziska mischte sich wieder ein: »Ja, das ist wohl der Witz! Die rothaarige Susi verabredet sich mit dem Mann, der sich einen blasen lässt, nicht einen – oder doch, er hat ja nur einen … Also, mit dem, der sich blasen lässt – von vielen. Und macht das heimliche Zeichen aus.«
»Das ist trotzdem schwierig«, gibt Daniel zu bedenken. »Er weiß jetzt, wann seine Freundin, also, mit der er das ausgemacht hat, dran ist. Und er weiß, wieviele Frauen sich abmühen, ihn zum Kommen zu bringen. Da muss er mitzählen, den Wechsel bekommt er ja mit, und vor allem muss er durchhalten. Das kann schwer werden. – Und wenn dann die Richtige wieder dran ist, muss er sich beeilen, wirklich zu kommen. Da muss die Frau sehr geschickt sein und er muss sich quasi fallen lassen können.«
»Wenn die Zeit dann aber zu knapp wird, weil wieder die Musik ausgeht, haben sie Pech gehabt«, beendet Claudia diese Überlegungen.
»Den ganzen Aufwand für eine Flasche Sekt?« Sandra wundert sich. »Den könnten sie doch einfach selbst kaufen.«
Franziska widerspricht: »Es ging um Champagner! Das ist etwas anderes! Da gibt es sauteuren!«
»Aber das ist doch auch bloß Schaumwein! Der steigt mir sowieso immer in die Nase.«
»Lass das ja nicht einen französischen Winzer hören! Champagner darf nur aus bestimmten Weinen und nur in der französischen Region Champagne hergestellt werden, und nur nach einer bestimmten Methode. Schaum- und Perlweine und Sektsorten gibt es viele, Champagner wird als die Krönung all dessen angesehen.«
»Meinetwegen!«, gab Sandra zurück, »mir genügt ein Prosecco oder süßer Spumante, wenn es schon prickeln soll.«
»Da haben wir die Geschichte ja genügend diskutiert«, fasste Claudia zusammen, »aber hat sie euch auch gefallen?«
Franzi ergänzte: »Frank will sicher eine Meinung von uns wissen. Am besten, wir unterhalten uns morgen noch mal darüber, bevor wir jemanden zu Frank schicken.«
Daniel äußerte sich: »Mir jedenfalls hat’s gefallen. Aber jetzt will ich ins Bett – hat jemand Lust, mitzukommen?«
Claudia hatte es schon deutlich bemerkt, dass sie feucht geworden war. Kein Wunder, hatte doch diese Blasgeschichte in ihr ein erregendes Kopfkino entfacht.
»Ich würde jetzt gern mit dir kommen, Daniel!«, beeilte sie sich mit der Antwort auf seine Frage. Die beiden Freundinnen schauten verblüfft auf, hatten sie doch den Eindruck, als wäre es Claudia gewesen, die am Anfang des Abends ihre Müdigkeit besonders betont hatte. Aber beide sagten nichts, sondern ließen es dabei bewenden, wünschten eine gute Nacht und verließen das Zimmer. Sie würden schon nicht zu kurz kommen, Es sollten noch viele Tage und vor allem Nächte in diesen Ferien folgen.
Endlich mit Daniel allein, der sich aufs Bett gesetzt hatte, drückte sie kurzentschlossen seinen Oberkörper nach unten, rieb dabei seine Stange und schwang sich über seine Oberschenkel. Nun saß sie auf den Beinen Daniels, stützte ihre Hände auf seine Brust und rutschte so nach vorn, dass ihre feuchte Spalte den steifen Schaft berührte und auf seinen Bauch drückte. Daniel spürte die heißen geschwollenen Schamlippen auf der Unterseite des Gliedes entlang rutschen, vor und zurück, und wieder vor und zurück. Zwischen ihnen wurde es immer glitschiger. Mit einer kleinen Handbewegung und einem geschickten Hüftschwung führte sich Claudia den harten Stab ein und fing an, Daniel heftig zu reiten.
Daniel griff nach den kleinen Tittchen der Zwanzigjährigen und rieb seine Handflächen über die hervorgetretenen spitzen Nippel. Nach einem kurzen, aber heftigen Ritt spürte Daniel, wie sich die Scheidenmuskeln um seinen Schaft verkrampften, aufstöhnend sank die Reiterin schweißnass auf seine Brust. Sie lagen noch eine Weile aufeinander, wobei beide ein warmes, dankbares Gefühl erfasste.

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