„Und ich dachte…“ kam beinahe entschuldigend von mir. Dabei wischte ich mit der Faust über meine Augen.
„Du hast echt gedacht, ich würde gehen…?“ Für meine Freundin waren die Zusammenhänge nun klar zu erkennen. „Warum fragst Du nicht einfach?“ fragte sie ungläubig. Ich antwortete kleinlaut: „Dann hätte ich zugeben müssen, auf dein Display geschielt zu haben!“
„Du liebst mich wirklich…“ stellte Dounja fest. Wir nahmen uns gegenseitig in den Arm.
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Auch noch während des Frühstücks, angerichtet auf einer Terrasse in Buffetform, unterhielten wir uns angeregt über Dounjas Beziehung zu ihrer Tochter, dem ganzen drumherum mit ihrem Vater und sonstigen Verwandten, und wie die Zukunft aussehen könnte. Dounja ließ keine Zweifel offen, dass ich und unsere Beziehung obersten Stellenwert in ihrem Leben haben. Sie war sich sicher, und wer kennt Anna besser als ihre eigene Mutter, dass sich ihre Tochter bald wieder einkriegen wird. „Sie versucht halt etwas festzuhalten, was nicht festzuhalten ist“ resümierte Dounja und meinte damit ihre Ehe mit Peter.
„Huch“ rief meine Geliebte überrascht, als der Wind ihr kurzes Strandkleid hochwehte. Sie stand nah am Wasser im Sand und musste über dieses Ungeschick laut lachen. Es war nur eine kurze Böe, aber jeder, der gerade hinsah, konnte erkennen, dass Dounja unten ohne den Strand entlanglief. Um mich zu erregen, behaupte ich einfach mal so, hatte sie Ihr Bikinihöschen auf dem Weg hierher nach Arillas ausgezogen und frech auf dem Armaturenbrett unseres Autos drapiert. „Brauch ich nicht;“ erklärte sie mir, da wir ja ohnehin nackt baden und ebenso in der Sonne liegen wollten.
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