Erwachsenen-Abend

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Erwachsenen-Abend

Erwachsenen-Abend

Anita Isiris

Wenig später fassten sich auch Simone Bertschy, Nadir Weihmann, Sabea, Sebastian und sogar Ute ein Herz und zogen sich splitternackt aus. Die Party konnte beginnen, der «Abend für Erwachsene» verdiente seinen Namen zusehends.

Was die Menschen, die sich nackt und aktiv an und auf den Trampolinen vergnügten, nicht wussten: Draussen auf den Tischen, um die sich vor allem Männer scharten, befanden sich nicht nur flackernde Kerzen, sondern auch Monitore, auf denen sich – in unterschiedlichen Winkeln - die Trampolin-Turnerinnen und Turner heranzoomen liessen. Das war der Special Effect, der Hermann Hubert Zehntausende Euro gekostet hatte – hoch auflösende Kameras in der Halle waren kostspielig – aber er würde diese Ausgaben wieder hereinholen, und zwar problemlos. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich der «Abend für Erwachsene», der erst einmal monatlich, dann alle 14 Tage stattfinden sollte, im ganzen Land herumsprach.
Als Schmankerl konnten die Aufnahmen eingefroren oder in Zeitlupe abgespielt werden. Erst dann zeigten sich die Details, etwa die gepiercten Schamlippen von Sabea Zürcher, der Grundschullehrerin oder das Pendeln von Rita Hufnagels Riesenbrüsten, was vor allem Kuno, ihren Verehrer, erfreute. Im Grunde hatte Rita Hufnagel die Figur eines Butternut Kürbis. Schmaler Oberkörper mit dennoch beachtlicher Oberweite und breite, gebärfreudige Hüften. Als sich Kuno auf dem Monitor an ihrem geilen Body sattgesehen hatte, zog er seine Socken aus und betrat ebenfalls die Halle. Schweigend stand er vor dem Trampolin, auf dem sie hüpfte.

Diese knallgelben Tights aber auch! Die hübsche junge Frau war eine der Wenigen, die noch etwas anhatte. Kuno machte sie auf sich aufmerksam, reichte ihr die Hand und komplimentierte sie auf den Hallenboden. Als sie, schwer atmend, vor ihm stand, konnte er seine Blicke kaum von ihrem wogenden Busen lösen. In diesem Augenblick betraten Maryam, die üppige Maryam, die am Kindernachmittag noch gerade eben ihr Baby gestillt hatte, und deren Ehegatte die Halle. Beide waren sie splitternackt und blickten sich verlegen um. Einen solchen Abend im Kopf zu planen ist eben etwas völlig anderes, als sich dann tatsächlich auszuziehen und sich fremden Blicken preiszugeben.

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