Esther's Easter

Esther’s Easter

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Esther's Easter

Esther's Easter

Anita Isiris

Esther hiess ihn Platz nehmen auf dem Bett, während der Gärtner mit zuckendem Herzen ihre Brüste in den Originalzustand versetzte und Knospen, Blüten und Blätter mit dem feuchten Schwämmchen entfernte. Wortlos wusch er die Hände, legte einen Hunderterschein auf den Maltisch und zog mit hängendem Kopf von dannen. Kuno zauberte zwei schäumende Biergläser auf Esthers Brüste. Immer, wenn sie tief einatmete, schien das linke Glas überzuschwappen. Der Mann leckte sich mit der Zunge die Lippen und verbesserte das ohnehin schon strahlende Gelb mit einem der breiteren Pinsel. Dann griff er mit seiner grossen, schweren Arbeiterhand nach dem gemalten Glas. „Stop – nur malen, nicht grapschen“, forderte Esther, aber der Mann warf sie aufs Bett als wäre sie aus Holz. Dann vergrub er sein Gesicht in ihren Titten und saugte sich an Esthers rechten Brustwarze fest, wie ein kleines Kind. Ein angenehmes Prickeln durchfuhr sie – der Mann wollte anscheinend wirklich nicht mehr als sich an seinem selbst gebrauten Bier laben. Sobald er Esthers Brüste sauber geleckt hatte, klingelte es erneut – und der Quartierpfarrer stand vor der Tür. Mit etwas verlegenem Lächeln bat er um Einlass. Kuno drängte sich wortlos an ihm vorbei, mit farbverschmiertem Mund und hochrotem Kopf. Herr Herzog bemalte Esthers linke Brust mit einem smaragdgrünen Grundton, ihre rechte mit Kobaltblau. Dann trat er einen Schritt zurück, kniff die Augen zusammen und bestaunte sein Werk. Mit dem kleinsten und feinsten Pinselchen trug er anschliessend kleine weisse Ovale auf, geometrisch perfekt, und reizte Esthers Nippel so bis zum äussersten.
Erneut trat der Pfarrer einen Schritt zurück, betrachtete Esther respektvoll und drückte ihr die Hand. Dann machte er sich wortlos von dannen. Der Pfarrer, der Quartierpfarrer, hatte Ostern begriffen.

 

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