Er redete nicht nur, er sagte auch. Aeusserte sich dezidiert zur aktuellen Weltlage. Untermauerte bestimmte Aussagen, etwa zu Buchneuerscheinungen oder zur aktuellen Big Brother Staffel, mit pointierten Sprüchen, kittete seine Sätze in wohltuender Seltenheit mit anzüglicher Substanz, und vor allem: Er flirtete, was das Zeug hielt.
Der Retsina tat seine Wirkung, und Daniels Blicke ruhten derart lange auf meinen Brustspitzen, dass das auch Juliane nicht entging. Zum ersten Mal hörte ich sie nicht nur säuseln, sondern zischen. Ich verbot es mir, sie von der Seite anzublicken. Daniel liess sich aber nicht aus der Ruhe bringen. “Cool, Täubchen, cool”, sagte er. “Du weisst, Du bist für mich die Nummer eins.” Jetzt enttäuschte er mich. Ein Mann, der so zu einer Frau spricht, will keinesfalls ihre Seele. Schert sich um ihren intellektuellen Witz. Ist immun gegen ihren Charme. Spuckt auf ihr Charisma. Verachtet ihre Eloquenz. Ein Mann, der so zu einer Frau spricht, will nur eines: Sie vögeln, am liebsten die ganze Nacht lang, wieder und wieder, will ihren Arsch befummeln, ihre Titten begrapschen, ihr den Schwanz in die geile Lutsche schieben. Er will, dass sie an ihm saugt. Es ihm besorgt. Will ihre Brüste kneten. Ihr auf den Bauch spritzen. Sie in ihre Muschi ficken. Bis zum Anschlag. Anale Spiele vielleicht auch. Ein Mann, der so zu einer Frau spricht, will Titten, Arsch, Fotze, Lutsche. Er will sie an den Haaren reissen. Er will sie in der Hündchenstellung. Er will, dass andere zuschauen, während er sie bumst. Eifersüchtig ist ein solcher Mann nicht. Je mehr Lover sein cooles Täubchen gehabt hat, desto besser. Dann ist sie nämlich eingeritten. Eingeritten von Kuno, dem Konditor, George, dem Schornsteinfeger, Herrn Suhrstein, dem Astronomen. Eingerittene Frauen kennen keine Tabus. Mann kann alles mit ihnen machen. Zum Beispiel in einer arkadischen Taverne.
Also ich fand Daniel liebenswert.
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