Euter

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Euter

Euter

Anita Isiris

Die Stimmung wurde immer aufgeladener; speziell in den dunklen Ecken war ein Röhren, Wiehern, Muhen und Keuchen unüberhörbar. Die totale Entfesselung nahm ihren Gang. Schweine über Ziegen. Böcke über Schafen. Männer über Männern. Kröten über Schnecken. Frauen über Frauen. Hunde über Katzen. Männer über Frauen.

Dann war es so weit. Die kleine Drehbühne wurde für Kuh-Amélie frei gegeben. Zuerst tanzte sie etwas unbeholfen zu «love to love you baby» und hielt ihre Euter in Schwung, zur Lust und Freude aller Anwesenden. Dann schälte sie sich in obszönen Bewegungen aus ihrem Kostüm, war wieder ganz sich selbst, ganz Amélie, ganz Frau, ganz Bauch, ganz Uterus, ganz Vulva, ganz Arsch.

Sie gab sich hin. Und wie sie sich hingab! Bevor Sebastian aber seine neue Freundin, vor den Augen aller, verschlingen konnte, kam Reto als Gastgeber ins Spiel. Die beiden Männer inszenierten einen Hahnenkampf, einen Kampf um Amélies Eingangspforten. Mund, Vagina, Anus.

Reto schnappte sich ein Mikrofon. «Jus primae noctu», röhrte er. «Das Jus primae noctu» ist auf meiner Seite». Er gab den Fabrikherrn aus der Zeit der industriellen Revolution, ganz und gar. Aber es war ihm weder nach Industrie noch nach Revolution zumute. Sondern nach Amélies weichem, warmem, drallem und willigem Körper. Er küsste die mittlerweile splitternackte junge Frau innig. Schob ihr die Zunge in den Mund. Spreizte ihre Pobacken, auf dass sie ihre ihre anatomischen Geheimnisse preisgab. Dann legte er sich, mit tänzerischen Bewegungen, auf den Glitzerboden und zog Amélie auf sich, so, dass ihm ihre Kehrseite zugewandt war. Sein Schwanz bahnte sich den Weg in ihren Anus; die Scheidenöffnung lag frei, glitzernd und verführerisch offen, offen für den lieben Sebastian, der nicht widerstehen konnte. Der rhythmische Doppelfick jagte Amélie direkt ins Nirwana, während das Publikum in Schnappatmung zuschaute, wie ihre Brüste wogten.

Irgendwann beteiligten sich weitere Männer und Frauen an dem frivolen Spiel, fielen ineinander, übereinander, untereinander.

Schweine über Ziegen. Böcke über Schafe. Männer über Männer. Kröten über Schnecken. Frauen über Frauen. Hunde über Katzen. Männer über Frauen. Und unter ihnen… Amélie, die Kuh.

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