Eve haute mit ihrer geballten Faust auf das Bett. „Das glaubt mir wirklich kein Mensch“, sagte sie.
Nun hatte sie endlich Zeit, einfach mal durchzuatmen und sich für einen kurzen Moment zu besinnen. Was machte sie hier nur? Nein, sie wollte darüber nicht nachdenken, zumindest nicht jetzt.
Ja und dann kam auch schon Charles wieder zurück. Er hatte sich frisch gemacht, seine Boxer gerichtet und einen schwarzen Morgenmantel angezogen. Er musterte Eve und öffnete eine kleine Schranktür. Er holte eine Flasche Orangensaft hervor und verteilte diesen auf zwei Gläser, von denen er eines Eve reichte. Dann nahm ihr ihre Fußfesseln ab und setzte sich zu ihr aufs Bett. Mit seinen Fingern streifte er durch ihr zerzaustes Haar und er schaute sie liebevoll an. „Du bist eine wunderbare Frau, weißt du das eigentlich?“, fragte er und Eve lächelte verlegen. Was sollte sie darauf auch sagen?
Also fuhr Charles einfach fort.
Er griff mit einer langsamen Bewegung nach der Peitsche auf dem Nachttisch und legte diese für Eve sichtbar auf seine Beine. „Erotik ist ein magisches Spiel mit dem Feuer und jedes Spiel, liebe Eve, hat seinen Regeln. In diesem Falle waren es die meinen. Ich habe nicht viel von dir verlangt, sondern nur eines von dir gefordert, nämlich nicht zu kommen, doch du hast dich meiner Bitte und meiner Anordnung widersetzt. Also muss Strafe sein, wobei Strafe ein viel zu primitives und einfaches Wort ist. Ich strafe nicht, sondern ich erziehe und züchtige, das ist ein großer Unterschied“.
Eves Augen funkelten. „Bestrafst du mich jetzt, damit ich wieder ein braves Mädchen bin?“, fragte sie leise und noch immer leicht erschöpft. Aber Charles schüttelte den Kopf. „Ich züchtige dich, weil dir die Ehre zuteilwurde, meine Sklavin zu sein und weil es deine Aufgabe in dieser Nacht ist, mir als solche zu dienen.“ Eve schluckte.
Was für ein Satz.
Eve
Charles Redstone - Teil 1
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Eve
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