Explosionen

Bei den Androphoben - Teil 16

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Explosionen

Explosionen

Franck Sezelli

Das wussten schon die Alten, die Spermaten sind unter Kontrolle zu halten.

Und sie hatten genügend Zeit, mit ihrem Opfer zu verschwinden. Warum Masku sich nicht gewehrt hatte oder wenigstens geschrien? Vielleicht wurde er bedroht oder sogar betäubt? Vielleicht aber hatte er auch den Eindruck, es sei alles normal so und so geplant. Schließlich kannte er als gewöhnlicher Spermat nicht die Pläne, die man mit ihm vorhatte.

Sanvulfa blieb nichts anderes übrig, als die Königlichen Streitkräfte, die die Polizeigewalt im Königreich ausüben, zu verständigen. Die Befehlshaberin in Montsvenus, die Sanvulfa persönlich kannte, versetzte sämtliche Truppen im Gebirge in Alarmbereitschaft und setzte sofort eine Einheit in Richtung Frauhaus in Bewegung.
Leutnante Jantark meldete den Vorfall ihrer Vorgesetzten in Grandame, und Amfica informierte das Ministerium umgehend über das unglaubliche Vorkommnis. Nach etwa einer Stunde war in Unterfrauhaus und den anderen zur Gemeinde Frauhaus gehörenden Dörfern die Hölle los. Sanvulfa, Belcorpa, die Frauen der Abordnung aus der Hauptstadt sowie das gesamte Personal des Tempels wurden eingehend befragt. Selbst der Spermat Phalu musste seine Aussage zu Protokoll geben. Alle Grundstücke und Häuser in Unterfrauhaus wurden von Soldatinnen durchsucht, die Dörfer Nophalla und Affrad wurden abgeriegelt und von Angehörigen der Königlichen Sicherheitskräfte systematisch durchkämmt.

Bei den Alten wurden Erinnerungen an Ereignisse vor dreißig Jahren wieder wach, als das letzte Mal ein Spermat in Montsvenus verschwunden war. Auch Sanvulfa erinnerte sich an die Erzählung ihrer Vorgängerin und gab sie an ihre Gäste weiter.
Seinerzeit hatte ein Spermat, der zur Eröffnung und Sameneinbringung nach Unterfrauhaus gekommen war, zwei junge Mädchen angesprochen, die vor dem Tempel die Bekanntmachungen für die entsprechenden Tempeldienste lasen.

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